„Das Mädchen Wadjda“
von Haifaa Al Mansour

Erster Film aus Saudi-Arabien, 2012
Dienstag, 28. Oktober 2014, 

NEUE Uhrzeit: 18.00 Uhr
Kino 8 ½, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Saudi-Arabien ist ein verschlossenes Land. Der arabische Frühling ist dort ausgefallen, Demonstrationen wurden brutal niedergeschlagen. Die dort vorherrschende Auslegung des Islam gilt als besonders konservativ. Die feudalistische Herrscherfamilie beäugt Einflüsse von außen extrem argwöhnisch. Besonders die Rechte der Frauen sind stark eingeschränkt. Doch auch in dem Wüstenkönigreich ändert sich etwas. Ein gutes Beispiel ist der Spielfilm „Das Mädchen Wadjda“ – der erste überhaupt, der in Saudi-Arabien gedreht wurde und zwar von einer Frau.

Wadjda ist ein 11-jähriges Mädchen in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens. Sie genießt in ihrem Leben verschiedene Freiheiten, die viele ihrer Klassenkameradinnen in dem streng islamischen Land nicht zu kennen scheinen. So hört sie im Radio westliche Rockmusik oder sie trägt Turnschuhe und Jeans unter ihrem traditionellen Gewand und lässt sich im Allgemeinen nicht leicht von ihrer Umgebung einschüchtern.

Wadjda träumt davon, das schöne grüne Fahrrad zu besitzen, das sie jeden Tag vor einem Spielzeugladen auf ihrem Schulweg sieht. Ein Rennen gegen ihren Freund Abdullah, einen Nachbarsjungen, zu fahren und zu gewinnen, ist ihr größter Traum. Jedoch gilt es für Mädchen als unschicklich, Rad zu fahren und Wadjdas Mutter verbietet es deshalb ihrer Tochter. Die Frau versucht, ihren Mann, der sich einen Sohn wünscht, davon abzuhalten, sich eine Zweitfrau zu nehmen. Als Wadjda erfährt, dass ihr Name im traditionsgemäß rein männlichen Familienstammbaum nicht geführt wird, macht sie sich auf, eigenes Geld für ihr Fahrrad zu verdienen

Sie verkauft z. B. Mixtapes und dient als Mittlerin für eine Mitschülerin und deren Freund. 
Die Schulleiterin hat ein scharfes Auge auf sie und wegen Wadjdas unkonventioneller Einstellung gegenüber den traditionellen Werten und Regeln, lässt sie keine Gelegenheit zur Maßregelung aus. Während sie aber offiziell die strengen Religionsvorschriften hochhält, ist es unter den Schülerinnen ein offenes Geheimnis, dass der Einbrecher im Haus der Schulleiterin wohl eher ihr Liebhaber gewesen ist.
gegenüber den traditionellen Werten und Regeln, lässt sie keine Gelegenheit zur Maßregelung aus. Während sie aber offiziell die strengen Religionsvorschriften hochhält, ist es unter den Schülerinnen ein offenes Geheimnis, dass der Einbrecher im Haus der Schulleiterin wohl eher ihr Liebhaber gewesen ist.

Kino 8 ½ 
Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.