Mit Kerim Pamuk

Freitag, 22. Oktober 2010, 20.00 Uhr
Das kleine Theater, Ratskeller im Rathaus St. Johann, 66111 Saarbrücken

In seinem dritten Soloprogramm geht Kerim Pamuk dahin, wo es weh tut. Geprägt durch anatolischen Weltschmerz, gepeinigt vom deutschen Grundjammer, durchsiebt er das Leben nach großartigen Momenten des Leidens.

Wir sind Papst, haben Hotlinehilfe, Onlinesupport, eine Navi im Auto und die Latte im Kaffee – trotzdem ist heutzutage nichts leicht und alles Wissenschaft. Selbst das Kinderkriegen stellt uns vor unlösbare Fragen: Babyblues oder Stilldemenz? Krabbel- oder Therapiegruppe? Beschneidung oder Konfirmation? Elternzeit oder doch gleich Altersteilzeit? Wir Deutschen haben es schwer oder musste sich je ein Sudanese fragen, welcher Wellnesstyp er ist? Ich leide, also bin ich. Ein Abend zum Schreien & Lachen.

Regie: Martin Maria Blau

„Kerim Pamuk gab in seinem neuen Programm Leidkultur Türken wie Deutschen ordentlich Saures. Er kennt weder Freund noch Feind und spielt mit den Stereotypen der nationalen Eigentümlichkeiten, dass es einem Deutschen, der die politische Korrektheit mit Löffeln gefressen hat, graust und einen Türken dazu bringen könnte, mit Schaum vorm Mund von mangelndem Ehrgefühl zu sprechen.“ (Kieler Nachrichten über „Leidkultur“)

Kerim Pamuk wurde 1970 an der türkischen Schwarzmeerküste geboren und lebt seit 1979 in Hamburg, wo er Orientalistik und Germanistik studierte. Mit seinen Bühnenprogrammen „Pamuks Kümmel Klub“ und „Leidkultur“ tourt er durch Deutschland und tritt unter anderem im Quatsch Comedy Club auf. Er schreibt Bücher („Sprich langsam, Türke“; „Alles roger, Hodscha?“; „Allah verzeiht, der Hausmeister nicht“) und Drehbücher zu Kinospielfilmen („Süperseks“).

Veranstalter:
Zuwanderungsbüro der Landeshauptstadt Saarbrücken
Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.