Mit Alparslan Marx

Freitag, 30. September 2011
Theater "Blauer Hirsch" Saarbrücken
 
Ikbal Berber, die Vorsitzende von Ramesch e.V., begrüßte am Freitagabend die rund 60 Gäste, die zum Kabarett mit dem Kölner Kabarettisten Alparslan Marx gekommen waren. Der Kabarettabend fand im Rahmen von 50 Jahren türkischer Migration nach Deutschland statt. Ikbal Berber würdigte stellvertretend für alle türkischen Migranten eine ältere türkische Migrantin, die am Kabarettabend anwesend war.
 
Mit seiner Kunstfigur "Der Integrator" und seinem politischen und humorvollen Programm gewann Alparslan Marx das Publikum schnell für sich. Zwischendurch spielte er auch ein türkisches Musikstück auf der Gitarre. Der Kabarettist fragte sich in seinem Programm, warum die Integration in Deutschland nicht funktioniert. Dies machte er auf sehr unterhaltsame Weise, wie beispielsweise einem fiktiven Dialog zwischen seinem deutschen Freund Günther und ihm selbst, genannt Anton. Über Günther versucht er immer wieder herauszufinden, wie die deutsche Welt und die Deutschen funktionieren.

Mit seiner Kunstfigur "Der Integrator" verdeutlichte Alparslan Marx wie festgefahren unsere Denkweise, geprägt von Schlagzeilen und Vorurteilen, ist. Dabei spielte er mit den Klischees: Er war ein Gastarbeiterkind, er war Ausländer, stieg zu einem ausländischen Mitbürger auf und schaffte es sogar bis zu einem Deutschen mit Migrationshintergrund. Das Problem jedoch: Zur Integration habe es immer noch nicht gereicht. Zum Schluss machte er selbst einen Vorschlag und rief zum Start der D-Länder-Kampagne auf, die einen gemeinsamen Namen für alle Bewohner Deutschlands sucht, als Grundstein für ein friedliches Miteinander.

Das Publikum honorierte die Darbietung von Alparslan Marx mit viel Beifall. Veranstalter des Kabaretts waren Ramesch e.V. gemeinsam mit dem Integrations- und Zuwanderungsbüro (ZIB) in Saarbrücken.