Vorwort

ES PASSIERT VIELES AUF DER WELT, WAS UNS NICHT KALT LASSEN DARF:

Die Macht der Finanzmärkte lässt dem Einzelnen keine (?) Handlungsmöglichkeiten; NSA, Google, Facebook herrschen über unsere Privatsphäre; religiöse, ethnische ud politische Minderheiten werden in vielen Teilen der Welt eingeschüchtert, unterdrückt, zur Flucht gezwungen; Menschen, vor allem Frauen, werden auch im einundzwanzigsten Jahrhundert vergewaltigt und zu Tode gequält; Frauen und Männer mit einer anderen sexuellen Orientierung als der vermeintlich "normalen" werden bestraft; Kriege, Unterdrückung und Hunger in vielen Ländern zwingen Menschen - manchmal auf die Gefahr hin, ihr Leben auf der Flucht zu verlieren - auszuwandern; Europa baut immer höhere Mauern um sich herum, um sich vor diesen Flüchtlingen zu "schützen"; wenn Letztere doch irgendwo ankommen, müssen sie nicht selten die Gewalt von Rechtsextremisten fürchten ...

Die Aufzählung der Anlässe, gegen die sich zu wehren Not tut, könnte noch Seiten und Bücher füllen. Ist dieser Zustand alternativlos? "Nein" sage ich entschieden. Unser Demokratieverständnis zwingt uns dazu, dies wahrzunehmen und uns - im Sinne von Stephane Hessel - zu empören. Das "Sich empören" an irgendwelchen Esstischen oder Veranstaltungen recht nicht aus. Wir müssen uns engagieren!

 

Demokratie nach unserem Verständnis ist ein zartes Pflänzchen. Auch wenn sie sehr stabil und stark verwurzelt zu sein scheint, braucht sie ständige Pflege und Achtsamkeit. Die Auswüchse des Rechtsextremismus auch in Europa und in der EU müssen uns warnen. Diese Sensibilität zum Schutz der Demokratie und der Gedanke, dass man alles zum Positiven ändern und entwickeln kann, hält unsere Gesellschaft zusammen.

Wir erleben seit einigen Jahren in sehr vielen Ländern dieser Welt - auch bei uns in Deutschland -, dass die Menschen sich nicht mehr als "Ohnmächtige" verstehen, sondern als Handelnde: Der arabische Frühling, die Proteste gegen die Vergewaltigung in Indien, Aufstände in Thailand, in der Türkei, in der Ukraine, in Bosnien; die Occupy-Bewegung, Stuttgart 21, ....

Ja, jeder und jede kann helfen und dazu beitragen, dass die Demokratie nicht gefährdet wird. Niemand ist völlig ohnmächtig.

Ich wünsche mir aber, dass die im oben dargestellten Sinne als "ohnmächtig" definierten Menschen und Gruppen mehr Erfolg haben. Ich erhoffe mir, dass viel mehr Menschen, Gruppen, Institutionen sich einmischen und mitmachen. Ich wünsche auch, dass die Intellektuellenunseres Landes, die Hochschulen in unterschiedlichsten Fachrichtungen sich die Zeit nehmen, um sich mit diesen Themen unserer Gesellschaft auseinander zu setzen. Ich wünsche mir auch viel mehr Einmischung und Impulse der Geisteswissenschaften in die Mitte der Gesellschaft hinein.

MIT UNSERER VERANSTALTUNGSREIHE 2014 WOLLEN WIR:

  • wahrnehmen
  • sensibilisieren
  • uns empören
  • uns engagieren
  • und daran erinnern, dass jede und jeder verantwortlich ist, etwas zum Besseren zu verändern und jede/r Einzelne tätig werden kann.

In diesem Sinne uns allen viel Erfolg!!

Ikbal Berber, M.A.

Präsidentin von Ramesch e.V.

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