2018: ZusammenHALT: Aspekte in der Einwanderungs-Gesellschaft

Beyond Borders Band: LIVE Contemporary Oriental Jazz Konzert
So. 11.11.2018, 20.00 – 22.00 Uhr

Plakatlogobreite63   Breite Str. 63, 66115 Saarbrücken
Tickets an der Abendkasse: 10€ (Vorverkauf 8€)
 
Am 11.11.2018 um 20 Uhr laden wir von Ramesch zum LIVE Oriental Jazz Konzert mit Beyond Borders Band in die BREITE63 ein.

Grenzen zu überwinden erfordert Mut, Kreativität und Offenheit für neue Gestaltung. Die vier Musiker der Beyond Borders Band vereinen diese Eigenschaften und gehen so über kulturelle Barrieren hinaus, setzen sich über geographische Widerstände und gesellschaftliche Stereotypen hinweg.

Ergebnis ist ihre Musik, in der sie die arabische und die westlich-europäische Welt verbinden. Es entsteht ein sinnlich-anspruchsvolles, mitreißendes Ganzes, in dem das Verschiedene aus Orient und Okzident auf einzigartige Weise Eins wird.

Von Oktober 2018 bis Februar 2019 wird das neue Album „It just happens“ im Rahmen einer groß angelegten Release Tour durch Deutschland, die Schweiz und Tunesien veröffentlicht. 

http://www.beyondbordersband.de/

Mit Masud Akbarzadeh

Freitag. 16.11.2018, 20.00 – 22.00 Uhr
Saarbrücker Schlosskeller, Schloßstr. 1-15, 66119 Saarbrücken
Tickets an der Abendkasse: 15€ (Vorverkauf 12€ via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Masud Plakat
Am 16.11.2018 um 20 Uhr laden wir von Ramesch e.V. zum Kabarettabend mit Masud Akbarzadeh in den Schlosskeller ein. Er war nie weg - aber jetzt ist er zurück! Mit einem brandneuen Solo, dem er spontan den ausgesprochen subtilen Titel "Fucking Famous" gegeben hat. Auch wenn Viele es immer noch nicht wissen: Masud ist berühmt. In der Hoffnung, dass sich dies endlich mal rumspricht, hat er es bislang bei jedem einzelnen seiner Auftritte explizit erwähnt. Ein Hinweis, den er sich nun glücklicherweise sparen kann.
 
Der junge Mann mit dem unaussprechlichen Nachnamen hat sogar eine Agentur ("...richtig krasse Bastarde!"). Und bezahlte Auftritte. Dennoch: Auch nach hunderten Live-Shows und ungezählten TVAuftritten, von denen er die meisten aus Bescheidenheitsgründen absolviert hat, bleibt der Single aus Berlin irgendwie mysteriös: Ein kleiner Junge im Körper eines erwachsenen, sexy Models...
 
Dem Vernehmen nach war Masud, der je nach Nachrichtenlage entweder persischer oder iranischer Herkunft zu sein behauptet, sogar mal Flüchtling. Jetzt ist er Comedian. Wobei er - Hand auf's Herz - die ganze Comedy-Scheiße nur macht, um Frauen kennenzulernen. Und weil er für alles andere einfach zu faul ist.
 
Auch wenn die Leute das immer von ihm erwarten und er sie nicht enttäuschen möchte: Masud ist kein Moslem, gehört zu denen, die im Restaurant Spaghetti bestellen und verabscheut Aufmerksamkeit auch in seinem Privatleben: "Hängt also nicht mit mir ab, Leute. Es ist crazy!" Was vordergründig wie eine Warnung klingt, ist in Wirklichkeit eine Einladung. Zu "Fucking Famous" - einem abenteuerlichen Ritt durch die Absurdität des Alltäglichen. Messerscharf beobachtet und brutal ehrlich.
 
Alles über Masud finden Sie auch unter:

 

 

Rechte Christen in der Mitte der Gesellschaft?

Veranstaltungsbericht. Kooperation mit der SDS Stiftung Demokratie Saarland.
Vortrag von Dr. Liane Bednarz: „Rechte Christen in der Mitte der Gesellschaft?“
Mi. 10.10.2018, 19.00 – 21.00 Uhr

Es war ein spannender und informativer Abend mit Liane Bednarz in der Stiftung Demokratie Saarland – so viel stand nach dem zweistündigen Programm für alle Anwesenden fest. Gekonnt erläuterte die promovierte Juristin und Publizistin die vielschichtigen Entwicklungen und Strömungen innerhalb der rechts-konservativen Christen und ihre Verbindungen mit Gruppierungen wie PEGIDA und der AfD. Sie baute ihren Vortrag auf den umfangreichen Recherchen auf, welche auch in ihrem aktuellen Buch „Die Angstprediger – wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern“ Verwendung fanden.
Nach den Grußworten vom Präsidenten von Ramesch Hr. Mohamed Maiga folgte eine kurze Vorstellung der Referentin und ihrer Arbeit im Kontext der Forschung von Fr. PD Dr. Ulrike Stölting von der Universität des Saarlandes. Daran anknüpfend stieg Fr. Dr. Bednarz direkt in ihr Themenfeld ein.

43878988 1181174275353652 900351992805720064 nGegliedert war der Vortrag in drei große Blöcke. Begonnen wurde mit der Suche nach den historischen Wurzeln und der Frage: „Wie aus konservativer Frömmigkeit ein Denken in Feindbildern wurde?“. Daran anschließend wurden diese Feindbilder und die mit ihnen verknüpften Themen skizziert und die prominentesten Akteure dieser Denkrichtung benannt. Abschließend legte man das Augenmerk auf mögliche Gegenstrategien gegenüber den vorher gehörten Stereotypen und Feindbilder. Hier wurde neben der allgemeinen Grundhaltung, dem aktiven Diskutieren mit den Vertretern der rechts-konservativen Christen, auch mögliche argumentative Strategien für die Auseinandersetzung vermittelt.
Die abschließende Diskussion mit Fragen aus dem Publikum wurde von Frau Dr. Stölting moderiert. Die Fragen der Anwesenden deckten ein breites Spektrum ab – beginnend von Benennung und Abgrenzung eigener Standpunkte bis hin zu strukturellen Kritiken an Parteien wie der AfD, aber auch am System der Kirchen.

 



Hintergrund

PEGIDA-Bewegung und der Einzug der AfD in den Bundestag haben Stil und Inhalt der politischen Auseinandersetzung verändert: Statt um die sachliche Verhandlung von Interessen geht es zunehmend um den Ausschluss Anderer aus der gesellschaftlichen Teilhabe und der gemeinsamen Identität. Die politische Arena wird zum Kampfplatz, und viele fühlen sich ermutigt, diesen Kampf auch auf die Straßen zu tragen.

In ihrem Buch „Die Angstprediger – Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirche unterwandern“ macht sich Liane Bednarz auf eine Spurensuche dieser Verschiebungen im Raum der Kirchen und zeigt auf, wie die antimodernistischen, antiislamischen und antifeministischen Gedankenwelten der neuen Rechten hier auf einen fruchtbaren Boden fallen. Denn angesichts zunehmender Individualisierung, Pluralisierung und kleiner werdender kirchlicher Gemeinschaften fühlen sich viele Christen von Beschwörungen des Widerstands gegen einen vermeintlichen kulturellen Verfall angezogen. Bednarz zeigt die wichtigsten Strömungen und Akteure der neuen rechten Christen sowie die Schnittmengen zur rechten Blogger- und Politszene auf und stellt die Frage, wie wir insgesamt als Gesellschaft mit der Herausforderung der neuen Rechten umgehen. Die Veranstaltung wird moderiert von PD Dr. Ulrike Stölting vom Lehrstuhl für Katholische Theologie an der Universität Saarbrücken.

 

 Foto

 

Dr. Liane Bednarz ist Publizistin und promovierte Juristin mit dem Schwerpunkt Neue Rechte, Populismus und religiöse Bewegungen. Sie unterhält eine monatliche Kolumne bei Tagesspiegel Causa. Im Frühjahr 2018 erschien im Droemer-Verlag ihr neuestes Buch „Die Angstprediger – Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern“.

 

 Die Stiftung Demokratie hat den ganzen Vortag gefilmt hier:


🌈 Im Rahmen von Interkulturellen Wochen laden Ramesch e.V. und Mike Mathes ein zur Kunsfriedensaktion:
Kunst verbindet - Tausend Augen 🌈
 
14.00 - 17 Uhr in der Bahnhofstraße,
Vor Karstadt Saarbrücken
Der Eintritt ist frei
Einfach mitmachen! Materialien werden zur Verfügung gestellt.
 

Ein freundlicher Blick. Ein motivierendes Wort. Eine kleine Hilfestellung beim Malen…

Das sind die ersten Dinge die einem auffallen, wenn man dem Künstler Mike Mathes bei seiner Zusammenarbeit mit den Passanten zuschaut. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden sich ein, um gemeinsam einen Beitrag zu leisten in einem Kunstprojekt, welches schon 2003 das Licht der Welt erblickte. Seit dem Beginn des Irakkrieges setzt sich der Künstler mit seiner Aktion „Tausend Augen“ für ein friedliches Miteinander in der Welt ein – ein Herzenswunsch welchen er Zeit seines Lebens fortsetzen möchte.

Das diese Art der Kunstaktion immer noch schnell begeistert merkt man direkt. Beim Erstellen eigener Motive oder dem Betrachten der Werke Anderer kommt man schnell ins Gespräch. Man fragt nach, erzählt, hört zu, man lacht. Die Kunst schafft in wenigen Augenblicken das, was im Alltag allzu oft nicht geschieht. Man nähert sich an und findet über das Gestalten einen Weg auch zueinander. So gab es in den kurzen drei Stunden der Kunstaktion viele Momente der Begegnungen und des Austausches die noch länger nachhallen werden.

Wir von Ramesch e.V. sind froh Mike Mathes als Kooperationspartner für den Auftakt der interkulturellen Woche 2018 der Landeshauptstadt Saarbrücken gewonnen zu haben. Die Mitarbeit und Akzeptanz der mitmachenden Teilnehmer bestärken uns in unserem Anliegen aktiv für eine friedliche und „gleichwürdige“ Gesellschaft einzutreten.

kunst verbindet
 
Über Ramesch e.V.:

Rameschs Jahresprogramm 2018 steht unter dem Titel: „ZusammenHalt: Aspekte in der Einwanderungsgesellschaft“. Kunst ist für uns nicht nur ein Ausdrucksmittel, sondern auch ein Weg, um Menschen gleich welcher Religion, Abstammung, politischen Meinung oder sexuellen Orientierung zusammenzubringen.

Der Verein Ramesch steht seit 1991 für ein aktives Füreinander und Miteinander in einer facettenreichen Gesellschaft. Wir fördern die Friedenserziehung durch Interkulturelle Begegnung und wirken Vorurteilen, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen. Der bewusste Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierung und Ausgrenzung gehört zur Basis interkulturellen Lernens in unserem Alltag. Der 1991 in einer Zeit fremdenfeindlicher Übergriffe gegründete Verein Ramesch e.V. vermittelt die Begegnung mit unterschiedlichen kulturellen Ausdrucksformen, z.B. in Schulen und Kindergärten. Damit geht die Erfahrung von gemeinsamen Werten einher, die sich zwar in unterschiedlichen Formen und Traditionen zeigen können, trotz aller Verschiedenheiten aber gemeinsame Wurzeln haben und uns allen als Grundlage des Zusammenlebens dienen. Dieses Wissen und diese Erfahrung stärken in unserer von Vielfalt geprägten Gesellschaft die interkulturelle Kompetenz und den notwendigen Zusammenhalt in einer Gemeinschaft.

Über Mike Mathes:

Mike Mathes studierte an der Kunsthochschule Städel in Frankfurt am Main. Seine Kunst war bereits früh politisch, was sich unter anderem im Engagement in der Aids-Hilfe und -Prävention niederschlug. In jüngster Zeit macht Mike Mathes insbesondere durch seine Friedensaktion Tausend Augen auf sich aufmerksam. Die Kunstaktion begann 2003 – mit dem Beginn des Irakkrieges – durch das Bemalen eines Fallschirmes der Bundeswehr. Die Vielzahl der farbenprächtigen Augen sollte ein Signal des Friedens senden – letztlich müssen sich alle Augen darauf richten, Frieden zu schaffen und zu bewahren. Der Künstler will daher unter dem mittlerweile geschützten Begriff Tausend Augen lebenslang an diesem ganz besonderen Kunstprojekt weiterarbeiten.

Wir sind sehr erfreut darüber, dass Mike Mathes gemeinsam mit Ramesch e.V. seine Erfolgsgeschichte weiterührt und im Rahmen der Kampagne „Zusammenleben in Vielfalt“ die Botschaft von Frieden und Vielfalt verbreitet.

Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen bei dieser Gelegenheit an der Aktion Tausend Augen teilzunehmen. Hierfür brauchen Sie nur Zeit und Lust für kreatives Gestalten. Die Materialien werden zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos hier:
 
 

„PATCHWORK IN DER CITY - EIN TEPPICH DER VIELFALT“
Internationales & generationenübergreifendes Projekt von
und mit Annette Orlinski
Freitag, den 08. Juni 2018, 12.00 Uhr,
St. Johanner Markt | 66111 Saarbrücken

Das Projekt „Patchwork in der City – ein Teppich der Vielfalt“ der Künstlerin Annette Orlinski wird im Rahmen der Kampagne „PatchWorkCity. Zusammenleben in Vielfalt“ der Landeshauptstadt Saarbrücken veranstaltet. Für Ramesch e.V. ist es eine Freude, an diesem besonderen Projekt mitzuwirken.

Annette Orlinski arbeitet zwischen Februar und Mai mit allen interessierten Organisationen, Vereinen und Privatpersonen an einem überdimensionalen PatchWork-Teppich. Dieses Werk soll symbolisch für die Vielfalt der Stadt Saarbrücken stehen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen dabei zusammenzubringen. Neben den künstlerischen Aspekten bietet die Mitwirkung allen Beteiligten die Chance zur offenen Kommunikation zwischen Kulturen, Religionen und Generationen, die nachhaltig erhalten bleiben soll.

Fachtagung der Integrationsbeiräte des Saarlandes

EMPOWERMENT VON MIGRANT*INNEN:
ZUSAMMENHALT DURCH TEILHABE
Donnerstag, 07. Juni 2018, 18.00 Uhr
Festsaal im Rathaus St. Johann, Rathausplatz, 66111 Saarbrücken

Ein demokratisches System ist gefährdet, wenn ein Teil der Bevölkerung dauerhaft aus den demokratischen Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen ausgeschlossen ist. Im Saarland ist diesbezüglich festzustellen, dass die Einflussnahme der Migrant*innen auf das kommunale Geschehen sich kaum entwickelt hat. Migrant*innen sind politisch eklatant unterrepräsentiert. Ausländer*innen aus Drittstaaten sind, abgesehen von der Möglichkeit einer Mitgliedschaft in den Integrationsbeiräten, von politischen Gestaltungsprozessen völlig ausgeschlossen.

Den Kommunen wurde Ende der 1980er Jahre bewusst, dass die Bedürfnisse und Probleme von Migrant*innen fast unberücksichtigt geblieben sind. Die Zugewanderten selbst hatten keine Möglichkeit, ihre Interessen zu artikulieren oder gar zu vertreten. So bildeten sie Ausländerbeiräte als Interessenvertretung, die mit der Novellierung des §50 KSVG in Integrationsbeiräte umgewandelt worden sind.

Infoveranstaltung

„HATE SPEECH - ­FAKE-NEWS - HETZE …
EINE BEDROHUNG DER MEINUNGSFREIHEIT?“
Mittwoch, 23. Mai 2018, 19.00 Uhr
Breite63, Breite Straße 63, 66115 Saarbrücken

Am 23. Mai 2018 feiert das Grundgesetz den 69. Jahrestag seiner Verkündigung. Dies möchten wir zum Anlass nehmen und eines der bedeutendsten Grundrechte, Artikel 5, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung regelt, mit einer besonderen Veranstaltung würdigen.

Denn im digitalen Zeitalter scheint ein sachlicher Meinungsaustausch, insbesondere im digitalen Raum, kaum mehr möglich. Auf Facebook und in den Kommentarspalten unzähliger Medien überlagern Hasskommentare, Beleidigungen und Hetze eine objektive Diskussion. Wegen der vermuteten Anonymität im Netz enden Meinungsverschiedenheiten oft in einer Kaskade von Beleidigungen oder gipfeln gar in strafrechtlich relevanten Aussagen.

So weicht ein vom Inhalt bestimmter Meinungsaustausch einer digitalen Hetzjagd auf Personen, die nicht dieselbe Haltung vertreten wie die vermeintlichen Wortführer im Netz. Viele Verfasser beziehen sich dabei auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und sind der Ansicht, dass dies ihre teils rechtswidrigen Aussagen abdeckt. Doch für den juristisch unversierten Bürger ist das Urteil darüber, ob eine Aussage noch unter Meinungsfreiheit fällt oder es sich um eine Rechtsverletzung handelt, kaum zu ermessen.

Auftaktveranstaltung

„ZUSAMMENHALT: ASPEKTE IN DER
EINWANDERUNGSGESELLSCHAFT“
Freitag, 20. April 2018, 17.00 Uhr | IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9, 66119 Saarbrücken
Der Eintritt ist frei

Sozialer Zusammenhalt bildet die Basis eines friedvollen Miteinanders in pluralistisch strukturierten Gesellschaften. So betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache im Jahre 2015 den Wert des Zusammenhalts – sowohl als Grundlage für den Erfolg Deutschlands als auch als treibende Kraft für das Bewältigen zukünftiger Herausforderungen. Doch in jüngster Zeit scheint der gesellschaftliche Zusammenhalt allerorten zu schwinden. Menschen verspüren zunehmend eine individuelle Isolation, verbunden mit dem Gefühl, von der Gesellschaft abgehängt zu werden. Normen und Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit, die ehemals als Selbstverständlichkeiten angesehen wurden, treten immer mehr in den Hintergrund und erfahren gar Missachtung.

Zudem bedrohen soziale Ungleichheiten, die durch die Herausbildung von Milieus mit unterschiedlichen Wertesystemen und Interessen entstehen, zusätzlich den Zusammenhalt.

Die Spaltung der Gesellschaft zeigt sich insbesondere bei den Themen Zuwanderung, Kultur und Identität. Um diese Krisensymptome näher zu ergründen, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf den sozialen Zusammenhalt in der Bundesrepublik Deutschland und einen gesonderten Blick auf das Saarland zu werfen. Bricht unsere soziale Gemeinschaft wirklich auseinander? Droht eine Verrohung des Miteinanders? Oder malen wir die Realität und mit ihr einhergehende Zukunftsszenarien schwärzer als sie ist?

Im Anschluss an die Vorträge findet eine Diskussionsrunde statt, an der auch das Publikum herzlich eingeladen ist, teilzunehmen.

Filmabend

„SILENT WATERS“ & GESPRÄCH MIT DER REGISSEURIN
SABIHA SUMAR (PAKISTAN, FRANKREICH, DEUTSCHLAND 2003)
Samstag, der 17. März 2018, 20.00 Uhr
Kino 8 ½, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken

Silent Waters, ein Film von Sabiha Sumar, spielt zur Zeit der Islamisierung Pakistans im Jahre 1979. Es ist die Tragödie eines Einzelschicksals in den religiösen und gesellschaftlichen Wirrungen des Landes, die zugleich mutig Stellung bezieht zur aktuellen politischen Situation des indischen Subkontinents.

Ayeshas geordnetes Leben wird zur Tragödie, als ihr verträumter 18-jähriger Sohn Saleem in die Fänge von militanten Islamisten gerät, die im Dorf Station machen. Anstatt seine Angebetete Zubeida wie bisher zu umwerben, verfällt Saleem dem Reiz der Waffe und führt nun brüllende Horden durch die Straßen. Skurrile Aktivitäten sollen der moralischen Bekehrung der Bevölkerung dienen. Der religiöse Hass im Dorf wird durch die Präsenz indischer Sikhs geschürt, die aufgrund eines diplomatischen Abkommens erstmals seit der Staatsgründung ihre heiligen Stätten in Pakistan wieder aufsuchen dürfen.

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und verbindet ein komplexes Einzelschicksal mit den politischen Entwicklungen in Pakistan. Während des 56. Filmfestivals von Locarno wurde Silent Waters mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Im Anschluss an den Film nimmt die Regisseurin Sabiha Sumar an einer Gesprächsrunde teil. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kino 8 1/2 statt.

Vortrag

ISLAM IM ALLTAG
Mittwoch, 14. März 2018, 18.30 Uhr
Salzbrunnenhaus, Auf der Schmelz, 66280 Sulzbach

Der Islam wird ganz unterschiedlich wahrgenommen: einerseits als eine Religion, die über Jahrhunderte ein friedliches Zusammenleben von Menschen möglich gemacht hat, andererseits als Erklärung für Brutalität, wenn man an den „Islamischen Staat“ denkt. In dem Vortrag sollen einige Merkmale des Islam dargestellt werden, die er mit anderen Religionen gemeinsam hat oder die ihn von anderen Religionen unterscheidet. Es soll versucht werden, eine Antwort auf die Frage zu geben, warum es im Islam so unterschiedliche Formen des religiösen Lebens gibt und was ihn für junge Menschen in Europa anziehend machen könnte.

Herr Mohamed Maiga, Präsident des Vereins Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V., widmet sich dieser Thematik in seinem Impulsvortrag. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der anschließenden Diskussion zu beteiligen.

BEGRÜSSUNG: Michael Adam, Bürgermeister der Stadt Sulzbach
REFERENT: Mohamed Maiga, Präsident Ramesch e.V.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Sulzbach statt.