Erzählcafé: „Brücken bauen für den ZusammenHALT der Gesellschaft“
Datum: Donnerstag, den 06. September 2018, 18 – 20.30 Uhr
Ort: Festsaal im Rathaus St. Johann
Rathausplatz, 66111 Saarbrücken
Der Eintritt ist frei
 

Das Ramesch Erzählcafe ist anders. Hier wird nicht diskutiert, analysiert und debattiert, sondern einfach nur erzählt. Sich auf andere Menschen einlassen, die eine neue Idee und ein neues Projekt vorangebracht haben für die Stadt, füreinander und für ein besseres Miteinander untereinander - und einander zuhören.

Hören, was andere zu sagen haben, was sie erlebt und womit sie zu kämpfen haben, aber auch, woraus sie ihre Leidenschaft und Energie schöpfen, um ihre Idee, Ihr Projekt voran zu bringen, bekannt zu machen und dauerhaft zu verankern. Sich kennenlernen und verstehen, sich gegenseitig bereichern und stärken.

Wir von Ramesch e.V. denken, das ist gerade heute wichtiger denn je. Damit unsere Stadt und unser Land nicht in zwei Seiten, in zwei Lager zerfallen, die nichts miteinander zu tun haben wollen. Damit wir sehen, wie wir auch als Einzelne aktiv werden und etwas dafür tun können, den Zusammenhalt zu stärken und Brücken zu bauen.

Wir möchten durch dieses Erzählcafe eine mutmachende Atmosphäre schaffen und Menschen vorOrt berichten lassen darüber wie sie in Ihrem Leben Brücken bauen und wie dadurch der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt wird.

Mit welcher Motivation gehen sie an ihre Aufgabe heran? Wie ordnen sie ihre persönliche Arbeit in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang ein? Welche positiven Momente erleben sie in ihrer Arbeit? Welche Probleme? Wie können sie gegebenenfalls besser unterstützt werden?

 

ES ERZÄHLEN:

• Frau Mélissa Thélusmon (Projektkoordinatorin MiNET Saar „Mentoring Netzwerk für Migrantinnen) stammt ursprünglich aus Gabun und lebt seit 16 Jahren in Deutschland. Sie hat in Saarbrücken „Übersetzen-Dolmetschen“ studiert und kann viel über die Herausforderungen und auch Chancen als Migrantin in Deutschland erzählen und wie sie jetzt als Wegbegleiterin anderen Migrantinnen ein Leuchtturm sein kann. In Ihren Worten: „Ich kann nicht sagen, dass ich hier nur schlechte Erfahrungen gemacht habe, aber wie jede Migrantin, jeder Migrant, musste ich kämpfen, damit es mir hier gut geht und das Leben führe, das ich mir wünschte.

• Frau Iulia Fricke (FrauenGenderBibliothek Saar) in Ihren eigenen Worten: “Eine Neuorientierung in Deutschland braucht Zeit und eine offene Gesellschaft. Migranten brauchen Unterstützung bei der Bildung neuer Netzwerke, die ihnen das Teilhaben an der Gesellschaft ermöglicht, durch einen Job, durch Kontakte zu Einheimischen, Vereinen, etc. Man sollte sich in die Lage der Migranten denken und versuchen ihre Lage und die Schwierigkeiten, die sie erleben, zu verstehen und zu reflektieren.

• Herr Saeid Majdeteimouri (2. Chance Saarland e.V) ist Vereinsgründer und Gesamtprojektleiter der 2. Chance Saarland. Er arbeitet leidenschaftlich mit sozial benachteiligten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund, mit besonderen Integrationshemmnissen oder mit Behinderung. Er beschreibt sich selber: „Ich bin gebürtiger Iraner und lebe seit über 30 Jahren in Deutschland. Musik, Tanz, und Sport sind meine Leidenschaften. Ich liebe meinen Job, weil der nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Berufung ist. Man kann mit mir über alles reden. Ich bin gegen Fremdenhass und für Demokratie. Ich habe viel Spaß am Leben, aber vergesse dabei nie meine klare Linie zu gehen.

• Herr Volker Wieland (Foodsharing Saarbrücken) erzählt, wie das Thema "Lebensmittel retten" unser friedliches Miteinander stärken kann."Die Zwillinge Überfluss und Mangel zeigen drastisch das Ungleichgewicht gesellschaftlichen Zusammenlebens."

Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich an der Gesprächsrunde zu beteiligen.

MODERATION:

Frau Veronika Kabis, Leiterin des ZIB (Zuwanderungs- und Integrationsbüro Saarbrücken)

GRUSSWORTE DURCH:

• Herrn Ivan Iliev, Sprecher des Integrationsbeirates der Landeshauptstadt Saarbrücken

• Herrn Mohamed Maïga, Präsident von Ramesch e.V.

KOOPERATIONPARTNER:

Integrationsbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken