Termin  Fest

Freitag,

31. Juli -

Sonntag,

2. August

Opferfest: Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Es erinnert an Abraham, den Gott aufgefordert hat, als Zeichen seiner Treue seinen eigenen Sohn zu opfern. Als Gott sah, dass er bereit war, ihm sein Teuerstes zu opfern, hielt er ihn auf und befahl ihm, anstelle des Sohnes einen Widder zu opfern. Im Gedenken an die Opferbereitschaft Abrahams wird am Morgen des ersten Festtages ein Tier nach bestimmten Regeln geschlachtet. Ein Drittel des Opfertiers verschenkt man an Bedürftige, ein weiteres Drittel an Verwandte, und mit dem letzten Stück wird für die eigene Familie ein Mahl zubereitet. Am nächsten Tag besucht man Verwandte und Nachbarn, die Kinder bekommen Geschenke.

Montag,

3. August

Raksha Bandhan: Raksha Bandhan ist das hinduistische Fest für Geschwister, Freunde und geschwisterliche Liebe. An diesem Tag knüpfen Mädchen und Frauen einem Jungen oder Mann ein Armband (Rakhi) und bekommen dafür von ihm ein kleines Geschenk. Diese Verbindung aus geschwisterlichem Beistand kann aber nicht für Liebesbeziehungen verwendet werden, da sie für Reinheit steht. Schenkt eine Frau einem Mann ein solches Band, der nicht ihr Bruder ist, so kann sie damit ausdrücken, dass sie nicht möchte, dass aus der Freundschaft eine Liebesbeziehung wird.

Donnerstag,

13. August -

Samstag,

15. August

Obon: Obon ist ein in Japan gefeiertes, mehrtägiges buddhistisches Fest zur Ehrung der verstorbenen Vorfahren. Man besucht seine Eltern mit der ganzen Familie und säubert die Gräber der Ahnen in der Heimat. Es finden Festivals mit Tänzen zur Erinnerung an die Vorfahren und ihre Opfer statt und zum Abschluss lässt man Laternen auf Seen und Flüssen schwimmen, um die Seelen der Verstorbenen zu leiten.

Samstag,

15. August

Mariä Himmelfahrt: Maria ist nach katholischem Glauben der einzige Mensch, der mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde - ein Zustand, auf den die anderen Gläubigen bis zum jüngsten Tag warten müssen. Ein wichtiges Element dieses Feiertages ist in Süddeutschland und Österreich seit dem 8. Jahrhundert die Weihung von Heilkräutern. Ein Strauß aus Eisenkraut, Thymian, Wermut, Johanniskraut und anderen Kräutern wird gesegnet und im Haus oder Stall aufgehängt, um die Familie zu schützen. In der griechisch-orthodoxen Kirche wird Mariä Himmelfahrt bereits seit dem 5. Jahrhundert nach Christus unter dem Namen Dormitio (Entschlafung) gefeiert, allerdings nach julianischem Kalender am 22. August.

Sonntag,

16. August -

Dienstag,

18. August

Andacht für Hacı Bektaş Veli: Der Heilige Hacı Bektaş Veli ist für die Aleviten nach Ali die wichtigste historische Person. Er war ein Geistlicher und lebte im 13. Jahrhundert in Anatolien, hatte einen großen Einfluss auf die Bevölkerung und gilt als Begründer des anatolischen Alevitentums. Mit seiner revolutionären und demokratischen Lehre prägte er das alevitische Wertesystem. Viele Spruchweisheiten gehen auf ihn zurück, wie zum Beispiel: “Was Du suchst, findest Du in Dir selbst, nicht in Jerusalem, nicht in Mekka.”

Donnerstag,

20. August

Islamisches Neujahr: Sunnitische und schiitische Muslime orientieren sich am islamischen Mondkalender, der im Jahre 622 nach Christus beginnt, dem Jahr, in dem der Prophet Mohammed mit seinen Anhängern aus Mekka nach Medina ausgewandert ist (Die Auswanderung heißt Hidschra, arabisch: Al-Hijra). Man feiert das Neue Jahr jedoch nicht mit Feuerwerk und großer Freude: Der erste Monat Muharram ist für Schiiten ein Trauermonat, bis zum Aschurafest gedenkt man des Todes Husseins, des Enkels Mohammeds. Zwar gibt es Süßigkeiten und Grußkarten, jedoch ist es eher eine Zeit der Besinnung und Buße und für manche auch eine freiwillige Fastenzeit.

Samstag,

22. August

Ganesh Chaturthi: Ganesha, Sohn der Götter Parvati und Shiva, ist der hinduistische Gott der Weisheit und des Neuanfangs und wird mit einem Elefantenkopf dargestellt. Als Überbringer des Glücks und Beseitiger von Hindernissen bittet man ihn um Hilfe, wenn man etwas Neues beginnt, und legt ihm an Ganesh Chaturthi, dem Tag seiner Ankunft vom Kailash Parvat, zur Segnung seine Arbeitsgeräte zu Füßen. Aus Ton werden Figuren von Ganesha geformt, auf den Hausaltar gestellt und mit Blumen und Süßigkeiten beschenkt. Damit Ganesha wiederkommen kann, wird die Figur schließlich in einen See geworfen und löst sich auf.

Samstag,

29. August 

Aschura: Für die Schiiten ist Aschura ein ernstes Fest, an dem mit Glaubensprozessionen, Passionsspielen oder auch Selbstgeißelungen an die Ermordung Husseins, des Sohns des Kalifen Ali und Enkels des Propheten Mohammeds, erinnert wird. Für Sunniten ist der 10. Muharram dagegen ein freudiger Tag. Sie feiern mit einer traditionellen Speise das Ende der Sintflut und die Rettung von Noah und seiner Familie auf der Arche. Für die Aleviten endet mit dem Aschura-Fest, das bei ihnen am 12. September stattfindet, eine 12-tägige Fasten- und Trauerzeit, die an das Leiden von Hussein und seinem Gefolge in der Wüste erinnert. An Aschura wird das Fasten gebrochen und man dankt für das Überleben von Husseins Sohn, das die Nachkommenschaft Alis gesichert hat.