Wir freuen uns, dass wir unser Projekt "Interkultureller Kalender" im Jubiläumsjahr unseres Vereins fortsetzen konnten! Der Kalender erscheint in diesem Jahr als Tischkalender und wird in kleiner Auflage an Interessenten verteilt. Da wir ihn aber natürlich gerne auch für jedermann zugänglich machen möchten, können Sie ihn sich hier einfach als Webversion ansehen oder zum Selbst-Ausdrucken im Format DIN A5 lang (103 x 297 mm) herunterladen.

Wir wünschen viel Spaß mit unserem interkulturellen Kalender 2021!

 

 

 

 Termin  Fest

Freitag,

1. Januar

Neujahrstag: Der Neujahrstag wird je nach Kalender, Kultur und Religion an unterschiedlichen Tagen begangen. Orthodoxe Christen feiern am 14. Januar das „Alte Neujahr“ nach julianischem Kalender. In Vietnam feiert man nach dem Mondkalender Tết, das Fest des Ersten Morgens (節元旦), und Juden feiern das neue Jahr im Herbst mit dem Weltschöpfungstag Rosch ha-Schana (רֹאֹשׁ הַשָּׁנָה). In vielen islamischen Ländern (z.B. bei den Schiiten) und bei den Bahá’i beginnt das Jahr mit Nowruz (نوروز), das zur Tagundnachtgleiche im Frühling gefeiert wird. In Deutschland ist der Neujahrstag am 1. Januar traditionell ein Tag der guten Vorsätze.

Dienstag,

5. Januar

La Befana: In Italien fliegt nach einer alten Legende in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die Hexe Befana umher und verteilt Geschenke an die Kinder. Auf der Suche nach dem Stern von Bethlehem fliegt sie jedes Jahr von Haus zu Haus und steigt durch den Kamin, um den Kindern Geschenke zu bringen, in der Hoffnung, dass eines von ihnen vielleicht das Jesuskind ist. Die Kinder hängen für die Hexe ihre Strümpfe an den Kamin oder stellen ihre Schuhe vor die Tür.

Mittwoch,

6. Januar

Heilige Drei Könige: Am Fest der Heiligen Drei Könige gedenken Christen der drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar, die dem Stern über Bethlehem folgten, um dem neugeborenen Jesus Geschenke zu bringen. Ministranten ziehen als Sternsinger gekleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Bedürftige. Mit Kreide schreiben sie die Jahreszahl sowie die Buchstaben C, M und B für den Segen Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – an die Haustür.beschenken sich gegenseitig. In der Synagoge betet man gemeinsam und es wird aus der Tora gelesen.

Donnerstag,

07. Januar

Rozhdestvo Hristovo: Die russisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe Kirche feiern das Weihnachtsfest (Рождество Христово) nach altem julianischen Kalender am 7. Januar, also 13 Tage nach den übrigen Christen. An diesem Tag findet ein bis zu sechsstündiger Weihnachtsgottesdienst statt. Mit dem Weihnachtsfestessen schließt auch die traditionelle 40-tägige Fastenzeit ab, mit der die Gläubigen ihre Körper reinigen, um die Menschwerdung Christi feiern zu können.

Donnerstag,

14. Januar

Altes Neujahr: In Russland wird Neujahr zweimal gefeiert, nach dem neuen Kalender am 1. Januar und am traditionellen Neujahrstag, dem 14. Januar. Auch die Roma feiern am 14. Januar das traditionelle Neujahrsfest Vasilica.

Makar SankrantiAn Makar Sankranti (मकर संक्रान्ति) feiern Hindus die Wintersonnenwende, das Ende des Winters. Viele Gläubige pilgern an diesem Tag zum Ganges, um zu beten und zu einer festgelegten Minute in das heilige Wasser einzutauchen. Alter Streit und Feindschaften sollen zu diesem Fest beigelegt werden.

14. - 17.

Januar

Pongal: Pongal (பொங்கல) ist ein mehrtägiges tamilisches Neujahrs- und Erntedankfest und wohl das wichtigste Fest in Südindien. Als Dank für die Zuckerrohrernte wird am zweiten Festtag das traditionelle rituelle Reis- und Linsengericht Pongal gekocht, das als Zeichen des Überflusses und Wohlstands unbedingt überkochen muss. Man besucht den Tempel zum Gebet, trifft Freunde und Familie und beschenkt sich gegenseitig. Büffeln und Kühen wird am dritten Festtag für ihre Dienste bei der harten Landarbeit rituell gedankt.

Dienstag,

19. Dezember

Kreschenie: Am 19. Januar feiert die orthodoxe Kirche Kreschenie (Крещение), das Fest der Erscheinung Gottes und der Taufe Christi im Jordan, durch die die Schöpfung eine göttliche Weihe erfahren hat. Nach alter Tradition werden in Russland Löcher in Form eines Kreuzes in das Eis von Flüssen gehauen. Viele Gläubige tauchen in das eiskalte Wasser ein, um sich von den eigenen Sünden frei zu waschen.

Mittwoch,

27. Januar

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Am 27. Januar 1945 wurden die Vernichtungslager in Auschwitz und Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Seit dem Jahr 2005 wird an diesem Tag in der ganzen Welt der Opfer der
Shoah gedacht.

 

 

Im letzten Jahr haben wir erstmalig und mit möglichst einfachen Mitteln die Idee für einen interkulturellen Kalender im Taschenformat realisiert. Mit kleinen Sinnsprüchen zur Einstimmung in jede neue Woche und kurzen Beschreibungen der Festtage und heiligen Zeiten der großen Religionsgemeinschaften sowie bekannter kultureller Feste und politischer Gedenktage möchten wir allen Interessierten einen tragbaren und nützlichen Begleiter für das Jahr an die Hand geben.

Wir wünschen viel Vergnügen mit diesem kleinen Kalender und freuen uns über Rückmeldungen, Hinweise und Anregungen, wie wir eine neue Auflage mit weiteren interessanten Informationen versehen können. 

Der Kalender ist sowohl im gedruckten Format als auch online zum Herunterladen verfügbar. Die Online-Version finden Sie hier zum Download

 

 Termin  Fest

Freitag,

4. Dezember

Barbaratag: Die heilige Barbara von Nikomedien, dem heutigen İzmit, hatte der Legende zufolge wegen ihrer Schönheit und Klugheit viele Verehrer. Doch sie war nicht interessiert und wandte sich stattdessen ganz dem christlichen Glauben zu, den sie heimlich angenommen hatte. Weil sie sich beharrlich weigerte, ihren Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott wieder aufzugeben, wollte ihr Vater sie in seiner ganzen Wut töten lassen. Barbara ergriff die Flucht, doch schon bald konnten die Häscher ihres Vaters sie gefangen nehmen. Ihr grausamer Vater folterte sie und schlug ihr schließlich eigenhändig den Kopf ab. Doch kaum hatte er das Schwert beiseite gelegt, wurde er selbst vom Blitz erschlagen. Noch auf ihrer Flucht hatte Barbara jedoch einen Kirschzweig abgerissen und im Gefängnis in einen Krug Wasser gestellt. Am Tage ihrer Hinrichtung öffneten sich die Kirschblüten. Am Barbaratag stellt man deshalb einen Kirschzweig ins Wasser, der bis Heiligabend aufblühen soll.

Samstag,

5. Dezember

Nikolausabend: Bischof Nikolaus von Myra lebte im vierten Jahrhundert im Südwesten der heutigen Türkei, der 6. Dezember ist sein Todestag. Auch für die Ostkirchen ist er ein wichtiger Heiliger, um den sich viele Legenden ranken. So soll er all sein Geld gegeben haben, um den Armen zu helfen. Er soll drei Mädchen vor der Prostitution bewahrt und ein Schiff auf wundersame Weise vor dem Schiffbruch gerettet haben. Heute kommt er im Nikolausspiel am Vorabend des 6. Dezember in den Familien oder füllt die Stiefel, die Kinder am Nikolausabend vor ihre Türe stellen, mit Nüssen, Mandarinen und Süßigkeiten.

10. - 18.

Dezember

Chanukka: An Chanukka feiern Juden die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels 165 v. Chr. Nach der Legende musste der Tempel nach seiner Entweihung durch die Griechen erneut eingeweiht werden. Dazu musste die Menora, der siebenarmige Leuchter, acht Tage lang brennen, doch das vorhandene Öl reichte nur noch für einen Tag. Auf wundersame Weise brannte der Leuchter jedoch acht Tage lang. In Erinnerung an dieses Wunder wird in den Familien acht Tage lang jeden Abend eine Kerze eines neunarmigen Leuchter angezündet. Die Familien essen und spielen gemeinsam und beschenken sich gegenseitig. In der Synagoge betet man gemeinsam und es wird aus der Tora gelesen.

Sonntag,

20. Dezember

Lucia-Fest: In Schweden wird zu Ehren der heiligen Lucia aus Sizilien das Lucia-Fest gefeiert. In der Nacht vor dem Fest blieben die Menschen früher wach, um sich vor bösen Geistern zu schützen, da es die längste Nacht des Jahres war. An Mitternacht brachten Mädchen mit Lichterkränzen und weißen Gewändern den Wachenden etwas zu essen. Noch heute wird Santa Lucia gefeiert. Die älteste Tochter bringt mit einem Lichtkranz und einem Gewand der Familie das Frühstück ans Bett. Oft wird in Schulen oder Büros eine Lucia ausgewählt, die Kaffee und Gebäck verteilt. Manchmal wird sie in einer Prozession begleitet, die gemeinsam Lucia-Lieder singt.

Donnerstag,

24. Dezember

Heiliger Abend: An Heiligabend feiern Christen die nächtliche Geburt Jesu im Stall zu Betlehem. In Deutschland beginnt mit dem Heiligen Abend am 24. Dezember das Weihnachtsfest, in anderen Ländern erst später. Traditionell wird in Deutschland am Abend des 24. Dezember der Weihnachtsbaum in der Stube aufgestellt, festlich geschmückt und mit Kerzen erleuchtet. Man isst, spielt und singt gemeinsam in der Familie und feiert dann mit den Kindern Bescherung. Der Brauch der Bescherung der Kinder zu Weihnachten wurde im 16. Jahrhundert von Martin Luther als Alternative zu der Sitte des Gabengebens am Nikolaustag ins Leben gerufen.

25. - 26. Dezember 

Weihnachten: Weihnachten ist für Christen das Fest der Geburt Jesu Christi und der Menschwerdung Gottes. Festtag ist der 25. Dezember als eigentlicher Christtag. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern sind jedoch sowohl der 25. Dezember als erster als auch der 26. Dezember als zweiter Weihnachtstag gesetzliche Feiertage. In Frankreich ist der 25. Dezember der Tag der Familienfeier und der Geschenke. In England bekommen die Kinder ihre Geschenke vom “Father Christmas”, der mit seinen Rentieren vom Nordpol kommt und durch den Kamin ins Haus steigt. In Griechenland gibt es die Geschenke erst am 1. Januar vom Heiligen Wassilios. In der orthodoxen Kirche wird Weihnachten am 7. Januar gefeiert. 

Donnerstag,

31. Dezember

Silvester: Seit der gregorianischen Kalenderreform von 1582 schließt das Jahr mit Silvester als letztem Tag des Jahres ab. An Silvester feiert man gemeinsam mit Freunden oder in der Familie und verabschiedet das zu Ende gehende Jahr lautstark mit Raketen und Böllern. In Russland wird zu Silvester ein Tannenbaum aufgestellt, Väterchen Frost (Ded Moros) und seine Enkelin Schneewittchen (Snegurotschka) verteilen Geschenke und Süßigkeiten an die Kinder. Ded Moros ähnelt der Figur des Weihnachtsmannes, mit langem weißen Bart und rotem Mantel, Snegurotschka trägt ein blauweißes Kleid.

 

 

 Termin  Fest

Sonntag,

1. November

Allerheiligen: An Allerheiligen gedenken Christen nicht nur der Heiligen, sondern auch all derer, die ein gutes, “heiliges” Leben geführt haben oder führen. Die Ostkirchen feiern das Fest seit Beginn des 4. Jahrhunderts am ersten Sonntag nach Pfingsten. Ursprünglich vor allem ein Fest für christliche Märtyrer, ist es heute ein sogenannter stiller Feiertag, an dem auch gesetzlich öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Musik verboten sind.

Montag,

2. November

Allerseelen: An Allerseelen gedenken katholische Christen der Verstorbenen, besuchen den Friedhof und schmücken die Gräber Ihrer Angehörigen mit Blumen und Grablichtern. Nach ursprünglichem Glauben müssen die Seelen für eine bestimmte Zeit im Fegefeuer verweilen, bevor sie in den Himmel kommen. Die Gebete der Lebenden helfen ihnen zur endgültigen Erlösung.

Día de muertos: Am Tag der Toten sollen in Mexiko die Seelen der Verstorbenen die Lebenden besuchen. Zu ihren Ehren wird deshalb ein Gabentisch mit Speisen und Getränken, Blumen, Kerzen und Spielzeug aufgebaut, man besucht die Gräber und isst, trinkt und feiert dort gemeinsam.

Montag,

9. November

Pogrom-Gedenken: Am 9. November 1938 begann mit dem Brand der Synagogen und der Verwüstung von Wohnungen, Läden und Büros in vielen deutschen Städten die Jagd auf jüdische Bürger. Ausgelöst durch eine Hetzrede von Reichspropagandaminister Josef Goebbels setzten Mitglieder der SA, der NSDAP, der Hitlerjugend und weiterer NS-Organisationen in einem bis dahin beispiellosen Terrorakt in ganz Deutschland die Synagogen in Brand, zerstörten über 7.000 Geschäfte jüdischer Händler und verwüsteten unzählige Privatwohnungen jüdischer Bürger. Bis zu 1.300 Menschen starben während oder unmittelbar infolge der Ausschreitungen in dieser Nacht. Die Übergriffe wurden vielerorts von der nichtjüdischen Bevölkerung bejubelt, aktiv unterstützt oder geduldet, viele nutzten das Chaos und die Verwüstungen auch zu Plünderungen. Am 9. November finden deshalb an vielen Orten Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Opfer statt.

 

Mittwoch,

11. November

Martinstag: Am Martinstag werden Laternenumzüge mit Martinsspielen und Martinsfeuer veranstaltet. Von Martin von Tours ist überliefert, wie er in jungen Jahren als Soldat der römischen Garden einem frierenden Bettler begegnete. Ohne zu zögern nahm er darauf seinen Umhang ab, teilte ihn in zwei Hälfen und gab dem Bettler die eine. In der folgenden Nacht erschien ihm im Traum Jesus und gab sich selbst als der Bettler zu erkennen. Nach einer weiteren Legende fühlte sich der bei den Bürgern von Tours beliebte Martin unwürdig, zum Bischof ernannt zu werden, und versteckte sich deshalb nach dem Tod des alten Bischofs in einem Gänsestall seiner Einsiedelei vor den Bürgern, die ihn suchten. Doch die Gänse verrieten ihn laut schnatternd, und so wurde er tatsächlich zum neuen Bischof der Stadt. Die Martinsgans ist seither ein traditionelles Martinsessen.

Do, 12. - Mo, 16.

November

Diwali: Diwali ist ein fröhliches, fünftägiges hinduistisches Lichterfest, das in Indien, Sri Lanka, Nepal und anderen vom Hinduismus geprägten Ländern gefeiert wird. Auch im Janaismus und Sikhismus wird das Lichterfest Diwali begangen. Nachdem am ersten Tag von Diwali das Haus aufgeräumt und geschmückt wird, soll man am zweiten Tag ein Bad nehmen, sich reinigen und im Haus Öllämpchen entzünden. Mit abendlichen Feuerwerken, Wunderkerzen und Knallfröschen feiert man an Diwali den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit, des Guten über das Böse. Die Kinder ziehen mit ihren Öllampen durch die Straßen und lassen sie schließlich auf Flüssen und Seen treiben. In Nordindien steht das Fest vor allem in der Tradition der Feier der Heimkehr des Gottes Rama, seiner Frau und seines Bruders aus dem Exil im Dschungel in die Hauptstadt Ayodhya, während in Südindien der Sieg Krishnas über den bösen Dämon Narakasura und die Befreiung von sechzehntausend Frauen aus dessen Gefangenschaft gefeiert wird. In Nordindien ist Diwali zugleich der Beginn des neuen Jahres.

Sonntag,

15. November

Volkstrauertag: Seit 1920 galt dieser Gedenktag den deutschen Soldaten, die im ersten Weltkrieg gefallen sind. Heute, nach einem weiteren Weltkrieg und dem Menschheitsverbrechen der Shoah, wird an diesem Tag aller Kriegstoten und Gewaltopfer gedacht. Er soll die dunklen Zeiten unserer Geschichte in Erinnerung halten und vor der Grausamkeit des Krieges warnen. Der Volkstrauertag wird immer am Sonntag vor dem Totensonntag begangen. 

Mittwoch, 

18. November 

Buß- und Bettag: Besondere Tage der Buße und Sühne gehören zu vielen Religionen und wurden im Mittelalter oft in Notzeiten ausgerufen. Die protestantischen Kirchen schlossen sich dieser Tradition an und widmen anstelle einer von Aschermittwoch bis Ostern dauernden Bußzeit den Mittwoch vor dem letzten Sonntag im Kirchenjahr der Reue begangener Sünden und der Neuorientierung im eignen Leben durch Besinnung auf den Glauben an Gott. Der Buß- und Bettag wird immer elf Tage vor dem ersten Adventssonntag begangen. Seit 1995 ist er nur noch in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag. In den meisten Bundesländern ist es jedoch jedem Arbeitnehmer möglich, sich unter Hinweis auf religiöse Pflichten an diesem Tag frei zu nehmen.

Sonntag,

22. November

Totensonntag: An Totensonntag sollen sich evangelische Christen nicht nur an den Tod erinnern, sondern auch daran, dass der Tod nicht das Ende ist. Er fällt auf den letzten Sonntag vor dem ersten Advent und dient der Besinnung am Ende des Kirchenjahres. In vielen Gemeinden werden an diesem Tag die Namen der Verstorbenen des letzten Jahres verlesen.

Donnerstag,

26. November

Thanksgiving: Die Ursprünge von Thanksgiving werden meist auf die Zeit der sogenannten Pilgerväter zurückgeführt, die nach der Auswanderung von England anfangs nur schlecht mit den neuen Lebensbedingungen zurechtkamen. Mit Hilfe der Ureinwohner lernten sie jedoch, wie sie in der neuen Umgebung überleben konnten. Zum Dank veranstalteten sie deshalb der Überlieferung zufolge mit ihrer Ernte im Jahr 1621 ein dreitägiges, gemeinsames Fest. Zu Thanksgiving gibt es deshalb zur Erinnerung an dieses ursprüngliche Thanksgiving traditionell im Kreis der Familie ein Festessen mit gebratenem Truthahn und Süßkartoffeln, bei dem alle Familienmitglieder bekunden, wofür sie im vergangenen Jahr besonders dankbar waren. Heute ist Thanksgiving das wichtigste Familienfest in den USA und wird jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert.

29. November -

24. Dezember

Advent: Die Adventszeit oder aus dem Lateinischen übersetzt die Zeit der Ankunft stimmt Christen auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. In den Westkirchen beginnt mit ihr zugleich ein neues Kirchenjahr. In den Familien wird zum ersten Advent ein Adventskranz mit frischem Tannengrün und vier Kerzen aufgestellt oder -gehängt. An jedem der vier Adventssonntage bis Weihnachten wird dann immer eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzündet, so dass kurz vor Weihnachten alle vier Kerzen brennen. Man bäckt im Advent traditionell gemeinsam Plätzchen oder Stollen und bastelt oder besorgt Geschenke für Heiligabend. Kinder bekommen einen Adventskalender mit Schokolade oder kleinen Geschenken für jeden Tag bis zum Weihnachtsfest. Diese Art vorweihnachtlicher Besinnung findet sich in Deutschland und vielerorts auch im Elsass.

 

 

 Termin  Fest

Donnerstag, 01.

Oktober

Mondfest: Das chinesische Mondfest findet immer an Vollmond zur Mitte des Herbstes statt. Man schreibt Gedichte, erinnert an die Geschichte der Mondprinzessin und bereitet Mondkuchen zu, eine traditionelle Speise aus Meeresfrüchten und Obst.

Donnerstag, 01.

Oktober

Kathina: An Kathina schenken buddhistische Laien den Mönchen Stoffe, die diese bis Tagesanbruch zu Roben verarbeiten. Sie erinnern damit an die 30 Mönche, mit denen Buddha die Vassa, die intensive Meditation in einem Kloster während der dreimonatigen Regenzeit, üben wollte. Die Mönche trafen jedoch nicht mehr rechtzeitig vor Beginn des Regens ein, und bekundeten Buddha darüber nach der Regenzeit ihre Trauer. Doch Buddha dankte ihnen dafür, dass sie nicht weiter gelaufen, sondern an Ort und Stelle den Dharma geübt hätten. Zum Dank und zur Erinnerung gab er ihnen Stoffe, aus denen sie füreinander Roben nähen und sich gegenseitig schenken sollten.

Samstag, 03.

Oktober

Tag der Deutschen Einheit: Am Tag der Deutschen Einheit wird an die über 40 Jahre dauernde Teilung Deutschlands und die in friedlichen Demonstrationen errungene Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1990 erinnert.

Samstag, 03.

Oktober

Tag der offenen Moschee: Am Tag der offenen Moschee sind mehr als 1000 Moscheen in Deutschland für interessierte Besucher geöffnet, die in Führungen, Ausstellungen und Vorträgen mehr über den Islam erfahren können. Leider werden immer wieder Angriffe bis hin zu Bombenanschlägen auf islamische Gemeinden verübt. Der Tag der offenen Moschee soll an die Zugehörigkeit des Islam zu Deutschland erinnern und ein Zusammenleben in Akzeptanz und Respekt fördern.

Samstag, 03. -

Sonntag, 11. Oktober

Sukkot: 5 Tage nach Jom Kippur wird das einwöchige Laubhüttenfest Sukkot gefeiert. Sukkot knüpft an das antike Erntedankfest an und gilt der Erinnerung an die 40-jährige Wanderung der Israeliten von Ägypten durch die Wüste in das gelobte Land. Während Sukkot essen oder leben Juden in ihrem Garten oder auf dem Balkon in einer Hütte aus Ästen, Palmzweigen, Planen und einem Dach aus Stroh, durch das man tagsüber die Sonne und nachts die Sterne sehen soll.

Samstag, 10.

Oktober

Shmini Azeret: Shmini Azeret oder wörtlich der „Achte Tag der Versammlung“ ist der achte Tag des Ernte- und Laubhüttenfestes Sukkot. In Israel werden Shmini Azeret und der folgende Festtag Simchat Tora gleichzeitig als Abschluss von Sukkot gefeiert. Nach der Toralesung findet eine Seelenfeier für die Toten statt und von diesem Tag bis zum nächsten Pessachfest wird die Bitte um Regen mit in die Gebete der Gemeinde aufgenommen.

Sonntag, 11.

Oktober

Simchat Tora: An Simchat Tora wird der Erhalt der Tora von Gott gefeiert, die an diesem Tag mit Gesang und Tanz durch die Synagoge ins Freie getragen wird. Den Kindern schenkt man Früchte und Süßigkeiten.

Samstag, 17. - 

Sonntag, 26. Oktober

Navaratri: Navaratri ist ein zehntägiges hinduistisches Fest zu Ehren der Göttin Durga, das in unterschiedlichen Regionen unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Bräuchen gefeiert wird. Laut Mythos wurde Durga aus den vereinten Energien der Götter Brahma, Vishnu und Mahesh erschaffen, um den bösen Dämon Mahishasur zu besiegen. Zu den Feierlichkeiten gibt es Prozessionen mit der Statue der Göttin, der Blumen und Speiseopfer dargebracht werden. Am letzten Tag bestreichen Frauen die Statue mit einem roten Pulver. Dann wird die Statue in einem Fluss versenkt, damit die Göttin zu ihrem Mann zurückkehren kann.

Donnerstag, 29.

Oktober

Mevlid-Nacht (Geburtstag des Propheten):
Mit Gottesdiensten und Lobliedern für Mohammed feiern viele Muslime an diesem Tag den Geburtstag des Propheten. Einige, beispielsweise orthodoxe Sunniten, lehnen den Feiertag jedoch ab, weil Geburtstage und Menschenverehrung für sie ein Widerspruch zum Koran sind. In Nordafrika und der Türkei wird der Tag jedoch immer wichtiger und beliebter. Häuser und Moscheen werden mit Lichtern geschmückt und man liest Gedichte und Erzählungen über Mohammeds Leben, isst gemeinsam und schenkt den Kindern Süßigkeiten.

Samstag, 31.

Oktober

Reformationstag: Der Legende nach schlug Martin Luther am 31. Oktober 1517 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg an, mit denen er sich gegen den geschäftsmäßigen Ablasshandel als Freikauf von Sünden wandte. Seine Reformationsbewegung führte schließlich zur Abspaltung der protestantischen Glaubensgemeinschaft von der römisch-katholischen Kirche. 

Samstag, 31.

Oktober

Halloween: Halloween - eigentlich All Hallow’s Eve, Abend vor Allerheiligen – ist ein aus keltischer Zeit stammendes Fest der Vertreibung böser Geister. Heute gehen Kinder als Gespenster und Hexen verkleidet von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Viele begrüßen die Kinder mit gespenstisch verzierten Kürbisse vor der Tür.

 

 

 Termin  Fest

Freitag, 18. -

Sonntag, 20.

September

Rosch ha-Schana: Rosch ha-Schana ist der erste Tag im jüdischen Kalenderjahr, an dem der Erschaffung der Welt und des ersten Menschen, Adams, gedacht und vor Gott Rechenschaft für die eigenen Taten im vergangenen Jahr abgelegt wird. Viele Juden kleiden sich in Weiß als Zeichen für Reinheit und fassen gute Vorsätze für das neue Jahr. Mehrmals am Tag wird von der Synagoge als Mahnung an den rechten Weg der Gläubigen das Schofar, ein Widderhorn, geblasen. Danach feiert und isst man gemeinsam im Familienkreis mit in Honig getauchten Speisen als Symbol für ein gutes Jahr. Das jüdische Neujahrsfest ist eine Zeit der stillen Freude, der Besinnung und auch der Buße.

Sonntag, 20.

September

Weltkindertag: Dieser Tag steht im Zeichen der Kinderrechte. Er findet – an unterschiedlichen Tagen im Jahr – in 130 Ländern statt. Man erinnert daran, dass Kinder ein Recht auf medizinische Versorgung, Ernährung, Ausbildung, Liebe und Schutz vor Krieg und Vertreibung haben.

Montag, 28.

September

Jom Kippur: Zehn Tage nach Rosch ha-Schana findet Jom Kippur statt, der Höhepunkt der Bußtage und höchste jüdische Feiertag des Jahres. An ihm besiegelt Gott sein Urteil über die Menschen, deshalb ist Jom Kippur die letzte Möglichkeit, sich bei den Mitmenschen für schlechtes Verhalten zu entschuldigen und Gottes Urteil umzustimmen. Bis Sonnenuntergang soll weder gegessen noch getrunken werden, ebenso soll man sich sexueller Handlungen enthalten. An diesem ruhigen Tag geht niemand zur Arbeit oder zur Schule, das öffentliche Leben steht still und bis zum Abend finden in der Synagoge fünf Gottesdienste statt. Mit dem langen Ton des Schofars wird Jom Kippur beendet.

 

 

 Termin  Fest

Freitag,

31. Juli -

Sonntag,

2. August

Opferfest: Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Es erinnert an Abraham, den Gott aufgefordert hat, als Zeichen seiner Treue seinen eigenen Sohn zu opfern. Als Gott sah, dass er bereit war, ihm sein Teuerstes zu opfern, hielt er ihn auf und befahl ihm, anstelle des Sohnes einen Widder zu opfern. Im Gedenken an die Opferbereitschaft Abrahams wird am Morgen des ersten Festtages ein Tier nach bestimmten Regeln geschlachtet. Ein Drittel des Opfertiers verschenkt man an Bedürftige, ein weiteres Drittel an Verwandte, und mit dem letzten Stück wird für die eigene Familie ein Mahl zubereitet. Am nächsten Tag besucht man Verwandte und Nachbarn, die Kinder bekommen Geschenke.

Montag,

3. August

Raksha Bandhan: Raksha Bandhan ist das hinduistische Fest für Geschwister, Freunde und geschwisterliche Liebe. An diesem Tag knüpfen Mädchen und Frauen einem Jungen oder Mann ein Armband (Rakhi) und bekommen dafür von ihm ein kleines Geschenk. Diese Verbindung aus geschwisterlichem Beistand kann aber nicht für Liebesbeziehungen verwendet werden, da sie für Reinheit steht. Schenkt eine Frau einem Mann ein solches Band, der nicht ihr Bruder ist, so kann sie damit ausdrücken, dass sie nicht möchte, dass aus der Freundschaft eine Liebesbeziehung wird.

Donnerstag,

13. August -

Samstag,

15. August

Obon: Obon ist ein in Japan gefeiertes, mehrtägiges buddhistisches Fest zur Ehrung der verstorbenen Vorfahren. Man besucht seine Eltern mit der ganzen Familie und säubert die Gräber der Ahnen in der Heimat. Es finden Festivals mit Tänzen zur Erinnerung an die Vorfahren und ihre Opfer statt und zum Abschluss lässt man Laternen auf Seen und Flüssen schwimmen, um die Seelen der Verstorbenen zu leiten.

Samstag,

15. August

Mariä Himmelfahrt: Maria ist nach katholischem Glauben der einzige Mensch, der mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde - ein Zustand, auf den die anderen Gläubigen bis zum jüngsten Tag warten müssen. Ein wichtiges Element dieses Feiertages ist in Süddeutschland und Österreich seit dem 8. Jahrhundert die Weihung von Heilkräutern. Ein Strauß aus Eisenkraut, Thymian, Wermut, Johanniskraut und anderen Kräutern wird gesegnet und im Haus oder Stall aufgehängt, um die Familie zu schützen. In der griechisch-orthodoxen Kirche wird Mariä Himmelfahrt bereits seit dem 5. Jahrhundert nach Christus unter dem Namen Dormitio (Entschlafung) gefeiert, allerdings nach julianischem Kalender am 22. August.

Sonntag,

16. August -

Dienstag,

18. August

Andacht für Hacı Bektaş Veli: Der Heilige Hacı Bektaş Veli ist für die Aleviten nach Ali die wichtigste historische Person. Er war ein Geistlicher und lebte im 13. Jahrhundert in Anatolien, hatte einen großen Einfluss auf die Bevölkerung und gilt als Begründer des anatolischen Alevitentums. Mit seiner revolutionären und demokratischen Lehre prägte er das alevitische Wertesystem. Viele Spruchweisheiten gehen auf ihn zurück, wie zum Beispiel: “Was Du suchst, findest Du in Dir selbst, nicht in Jerusalem, nicht in Mekka.”

Donnerstag,

20. August

Islamisches Neujahr: Sunnitische und schiitische Muslime orientieren sich am islamischen Mondkalender, der im Jahre 622 nach Christus beginnt, dem Jahr, in dem der Prophet Mohammed mit seinen Anhängern aus Mekka nach Medina ausgewandert ist (Die Auswanderung heißt Hidschra, arabisch: Al-Hijra). Man feiert das Neue Jahr jedoch nicht mit Feuerwerk und großer Freude: Der erste Monat Muharram ist für Schiiten ein Trauermonat, bis zum Aschurafest gedenkt man des Todes Husseins, des Enkels Mohammeds. Zwar gibt es Süßigkeiten und Grußkarten, jedoch ist es eher eine Zeit der Besinnung und Buße und für manche auch eine freiwillige Fastenzeit.

Samstag,

22. August

Ganesh Chaturthi: Ganesha, Sohn der Götter Parvati und Shiva, ist der hinduistische Gott der Weisheit und des Neuanfangs und wird mit einem Elefantenkopf dargestellt. Als Überbringer des Glücks und Beseitiger von Hindernissen bittet man ihn um Hilfe, wenn man etwas Neues beginnt, und legt ihm an Ganesh Chaturthi, dem Tag seiner Ankunft vom Kailash Parvat, zur Segnung seine Arbeitsgeräte zu Füßen. Aus Ton werden Figuren von Ganesha geformt, auf den Hausaltar gestellt und mit Blumen und Süßigkeiten beschenkt. Damit Ganesha wiederkommen kann, wird die Figur schließlich in einen See geworfen und löst sich auf.

Samstag,

29. August 

Aschura: Für die Schiiten ist Aschura ein ernstes Fest, an dem mit Glaubensprozessionen, Passionsspielen oder auch Selbstgeißelungen an die Ermordung Husseins, des Sohns des Kalifen Ali und Enkels des Propheten Mohammeds, erinnert wird. Für Sunniten ist der 10. Muharram dagegen ein freudiger Tag. Sie feiern mit einer traditionellen Speise das Ende der Sintflut und die Rettung von Noah und seiner Familie auf der Arche. Für die Aleviten endet mit dem Aschura-Fest, das bei ihnen am 12. September stattfindet, eine 12-tägige Fasten- und Trauerzeit, die an das Leiden von Hussein und seinem Gefolge in der Wüste erinnert. An Aschura wird das Fasten gebrochen und man dankt für das Überleben von Husseins Sohn, das die Nachkommenschaft Alis gesichert hat.

 

 

 Termin  Fest

Sonntag,

05. Juli

Asalha Puja: Asalha Puja ist ein buddhistisches Fest zur Erinnerung an die erste Rede Buddhas nach seiner Erleuchtung. Mit dieser Rede wurden die ersten Bausteine des Buddhismus gelegt: Er sprach vom Rad der Lehre und den vier edlen Weisheiten. Der Brauch folgt einer Puja, einem Alltagsritual, es werden Lesungen und Gebete vorgetragen und man bringt dem Buddha Opfer dar. Viele pilgern zu Orten, die sterbliche Reste des Buddha bewahren. In manchen Städten gibt es prunkvolle Prozessionen mit Elefanten, Tanz und Musik.

Dienstag,

07. Juli 

Tanabata: Japanisches Fest. An Tanabata treffen sich zwei Sterne am Himmel. Der Legende nach stehen die zwei Sterne für zwei Menschen, eine Prinzessin und einen Hirten, die sich vor langer Zeit ineinander verliebt haben. Ihr Vater jedoch verbannte sie an zwei weit voneinander entfernte Orte und nur einmal im Jahr, an Tanabata, dürfen sie sich treffen. Die Menschen schreiben an diesem Fest ihre Wünsche auf bunte Papierstreifen, die sie dann an Bambuszweige knoten, damit sie in Erfüllung gehen. In manchen Städten gibt es große Festumzüge und Straßen und Häuser sind bunt geschmückt.

Freitag,

31. Juli

Opferfest: Das Opferfest ist das höchste islamische Fest. Es erinnert an Abraham, den Gott aufgefordert hat, als Zeichen seiner Treue seinen eigenen Sohn zu opfern. Als Gott sah, dass er bereit war, ihm sein Teuerstes zu opfern, hielt er ihn auf und befahl ihm, anstelle des Sohnes einen Widder zu opfern. Im Gedenken an die Opferbereitschaft Abrahams wird am Morgen des ersten Festtages ein Tier nach bestimmten Regeln geschlachtet. Ein Drittel des Opfertiers verschenkt man an Bedürftige, ein weiteres Drittel an Verwandte, und mit dem letzten Stück wird für die eigene Familie ein Mahl zubereitet. Am nächsten Tag besucht man Verwandte und Nachbarn, die Kinder bekommen Geschenke.

 

 

 Termin  Fest

Donnerstag, 

11. Juni

Fronleichnam: Fronleichnam ist der Feiertag des Leibes und Blutes Jesu Christi, in der Messe symbolisiert durch Wein und Hostie, in denen Gott dauerhaft anwesend ist. In einer Prozession wird vom Priester eine Hostie in einer Monstranz, einem Behältnis aus Gold, durch die Straßen getragen und viele Gläubige begleiten ihn singend und betend. Überall werden Altäre aufgebaut, die über und über mit Blumen geschmückt sind. An diesen Stationen hält die Prozession an und der Priester erteilt seinen Segen. Diese Feier findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt. Ursprünglich hieß sie festum sanctissimi corporis Christi – Fest des heiligen Leibes Christi.

Samstag,

20. Juni

Midsommar: Das Midsommar-Fest ist in Schweden das größte Fest neben Weihnachten und wird immer in der Nacht auf den Samstag gefeiert, der dem 21. Juni, dem Mittsommertag, am nächsten liegt. Überall werden als Symbol der Sonne und der Fruchtbarkeit mit Blumen geschmückte Majstången aufgestellt, hohe Baumstämme mit Querbalken und seitlichen Ringen. Erst tanzt eine Volkstanzgruppe um den Baum herum, dann schließen sich mehr und mehr Menschen an. Nach einer Legende sehen Mädchen in dieser Nacht ihren zukünftigen Ehemann im Traum, wenn sie auf neun verschiedenen Wiesen neun verschiedene Blumen pflücken.

Dienstag,

23. Juni 

Ratha Yatra: Ratha Yatra ist ein hinduistisches Fest zu Ehren des Gottes Jagannath, des Herrn des Universums. Der Name des Festes beschreibt den Ritus: Ratha bedeutet Rad oder Wagen, Yatra heißt wörtlich übersetzt Pilgerreise. An Ratha Yatra finden von Musik, Tanz und Gebeten begleitete Prozessionen mit großen geschmückten Wägen statt, die Abbilder des Gottes zur Schau stellen.

Mittwoch,

24. Juni

Johannistag: Am 24. Juni feiern Christen die Geburt von Johannes dem Täufer. In der Bibel wird berichtet, dass Johannes das Kommen des Messias angekündigt hat. Als er Jesus taufte, erkannte er ihn als den Messias und der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube auf Jesus hinab. Johannes starb als Märtyrer: Er verurteilte öffentlich König Herodes, weil dieser Ehebruch begangen hatte. Daraufhin ließ Herodes ihn enthaupten. Der Johannistag fällt annähernd mit der Sommersonnenwende zusammen und wird mit Straßenfesten, Johannisfeuern und mitternächtlichem Feuerwerk gefeiert.

 

 

 Termin  Fest

Donnerstag, 

23. April -

Sonntag, 24. Mai

Ramadan: Als Fastenmonat ist Ramadan ganz der vierten Säulen des Islam (neben dem Glaubensbekenntnis, den täglichen fünf Gebeten, dem Almosengeben und der Pilgerfahrt nach Mekka) gewidmet. Im Ramadan darf erst nach Sonnenuntergang gegessen und getrunken werden, dann gibt es ein gemeinsames Festmahl in der Familie oder mit der Nachbarschaft. Durch das Fasten sollen Muslime ihren Glauben festigen und die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft neu erfahren. Im Ramadan erhielt der Prophet in der Nacht der Bestimmung (arabisch Lailat al-Qadr, türkisch Kadir Gecesi) nach der Überlieferung auch den Koran. Gebete sollen in dieser Zeit eher in Erfüllung gehen.

Freitag,

1. Mai

Maifeiertag: In vielen Dörfern und Städten Deutschlands wird an diesem Tag ein Maibaum aufgestellt und mit bunten Bändern geschmückt. In manchen Orten ist es Brauch, den Baum einer anderen Gemeinde zu stehlen. Viele gehen an diesem Tag auch gemeinsam wandern.

Tag der Arbeit: Bereits im 19. Jahrhundert war der 1. Mai gesellschaftspolitisch ein wichtiger Tag, an dem seither traditionell Arbeitnehmerrrechte eingefordert werden.

Mittwoch,

6. Mai 

Hidirellez: An Hidirellez gedenken Aleviten Hizir, des Schutzpatrons des Landes, und Ilyas, des Schutzpatrons der Meere, die vom Wasser der Unsterblichkeit getrunken haben sollen. In jedem Jahr treffen sie sich in dieser Zeit genau wie zwei Sterne am Nachthimmel. Wer sich dann etwas wünscht, dessen Wunsch geht in Erfüllung. Familien verbringen den Tag in der Natur oder veranstalten ein Picknick.

Herdelezi: Herdelezi ist in der orthodoxen Kirche das Fest des Heiligen Georg, des Schutzheiligen der Ostkirche. Er wird oft als Ritter mit Lanze dargestellt, der einen Drachen tötet. Laut einer Legende rettete er eine Königstochter vor einem Drachen und rief anschließend das Volk zur Taufe auf.

Donnerstag,

7. Mai

Vesakh: An Vesakh feiern Buddhisten die Geburt des Buddhas Shakyamuni, seine Erleuchtung und seinen Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt. Die Häuser werden mit Blumen geschmückt, man betet gemeinsam im Tempel und spendet für die Mönche. Viele glauben, dass gute oder schlechte Handlungen an diesem Tag größeres Gewicht haben. Man fastet und meditiert, Tiere in Gefangenschaft werden freigelassen, es gibt Lichterprozessionen, Straßenumzüge und vor Buddha-Statuen werden Räucherstäbchen entzündet. Aus Trauer über den Tod des Buddha legen sich manche Gläubige an Vesakh auf harte Matratzen, tragen einfache Kleidung und keinen Schmuck.

Sonntag,

10. Mai

Muttertag: In zahlreichen Kulturen galt schon vor Jahrtausenden den Müttern eine besondere Verehrung. Der offizielle Muttertag geht auf die amerikanische Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück, die einen allgemeinen Tag für die Ehrung aller Mütter forderte, nachdem ihre Mutter 1905 verstorben war. Im Jahr 1914 wurde schließlich der zweite Sonntag im Mai in Amerika offiziell zum Muttertag erklärt. In Deutschland übernahm man den Feiertag fast zehn Jahre später.

Donnerstag,

21. Mai

Christi Himmelfahrt: Während Ostern das Fest der Auferstehung Christi von den Toten ist, wird an Christi Himmelfahrt gefeiert, dass er vor den Augen seiner Jünger zu Gott in den Himmel aufgefahren ist. Mancherorts finden an Christi Himmelfahrt auch Prozessionen statt, die ein Ursprung heutiger bierseliger Wanderungen von Männern am Vatertag sein könnten. Eine andere Erklärung könnte ein alter germanischer Brauch sein, seinen Grundbesitz zur Wahrung seines Rechtsanspruchs einmal im Jahr zu umschreiten. Wie dem auch sei, in jedem Fall scheint sich der Vatertag mittlerweile als „Gegentag“ zum Muttertag in Deutschland eingebürgert zu haben.

Samstag - Sonntag,

23. - 24. Mai

Zuckerfest (Fastenbrechen): Der Fastenmonat Ramadan endet mit dem dreitägigen Zuckerfest. Vor dem Fest wird das Haus geputzt, es wird gekocht und gebacken. Wie der Name bereits ahnen lässt, gibt es an diesem Tag besonders viele Süßigkeiten. Am ersten Tag geht man nach dem Spenden von Almosen an die Armen gemeinsam zum Gebet - gewaschen und in festlicher Kleidung. Nach der Rede des Imam gratuliert man sich gegenseitig für das gemeinsame Durchhalten des Fastenmonats und isst anschließend gemeinsam traditionell Reis, Hühnerfeisch, Gebäck und Süßigkeiten. Am nächsten Tag werden Familie und Verwandte besucht, Kinder bekommen Geschenke und neue Kleidung.

Freitag,

29. Mai

Schawuoth: An Schawuoth erinnern sich Juden nach dem Talmud an die Verkündung der Zehn Gebote und den Empfang der Tora durch Mose auf dem Berg Sinai. Gott hat dem jüdischen Volk versprochen, dass im neuen Land Milch und Honig fließen werden, deshalb werden an diesem Tag oft Milchspeisen wie Quarkkuchen und Käsegerichte gegessen. Häuser und Synagogen werden mit Blumen geschmückt und man dankt Gott für die Ernte und die ersten Früchte des Jahres. Im Gottesdienst wird aus dem Zweiten Buch Mose gelesen, das von der Reise der Israeliten von Ägypten ins versprochene Land Kanaan und dem Bund des Volkes Israel mit Gott berichtet.

Sonntag, 

31. Mai

Pfingstsonntag: Das Wort Pfingsten stammt vom griechischen Wort pentekoste ab („fünfzigster“), denn 50 Tage nach Ostern wird an Pfingsten die Ankunft des Heiligen Geistes gefeiert. An diesem Tag hatten sich die Jünger zu Schawuoth versammelt, als ein Brausen vom Himmel kam. Auf einmal sahen sie Flammen über ihren Köpfen und waren vom Heiligen Geist erfüllt. Sie konnten plötzlich in vielen verschiedenen Sprachen sprechen und allen Menschen verschiedener Herkunft von Jesus erzählen. Dies gilt als Ursprung der christlichen Gemeinde. Viele Familien machen an Pfingsten Ausfüge in die Natur, mancherorts gibt es Pfingstfeuer, Prozessionen und Pfingstritte.

 

 

 Termin  Fest

Sonntag,

5. April

Palmsonntag/Karwoche: In der Karwoche gedenken Christen des Leidens und Sterbens Jesu Christi. Der Begriff leitet sich ab vom hochdeutschen Wort kara für Trauer oder Klage. Sie beginnt mit Palmsonntag, an dem mit der Segnung von Palmzweigen an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert wird. An Gründonnerstag wird des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern gedacht, als Einsetzung der Eucharistie, der symbolischen Gemeinschaft mit Christus in den Gaben von Brot und Wein. 

Mittwoch,

8. April

Hana Matsuri: Buddhisten in Japan feiern mit dem Blumenfest Hana matsuri inmitten der Kirschblütenzeit den Geburtstag des Buddha Shaka (Oshakasama/Siddharta Gautama). Der Überlieferung nach soll an diesem Tag ein Regen aus Blütenblättern und duftendem Nektar vom Himmel herab auf den stehenden Buddha gefallen sein, der verkündet habe, dass er mit Himmel und Erde eins sei. An Hana matsuri werden in den Tempeln kleine Buddhastatuen in Blumenhallen aufgestellt und von den Besuchern mit Amacha – süßem Tee aus Hortensienblätern – besprenkelt, es finden Umzüge mit Festwagen statt und die Frauen tragen bunte Kimonos und Blumen in den Haaren. 

Donnerstag-Freitag,

9. - 10. April 

Pessach: An Pessach feiern Juden die Rettung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei. In den Familien findet ein häuslicher Gottesdienst statt, es wird die Geschichte des Auszugs aus Ägypten erzählt, gesungen, gebetet und ein spezielles Mahl bereitet, das Sedermahl. Dabei kommt jeder einzelnen Speise eine besondere Bedeutung zu. Da die Israeliten in der Hast des Auszuges keine Zeit hatten, einen Hefe- oder Sauerteig anzusetzen, sind insbesondere gegorene Getreideprodukte verboten. Bittere Kräuter, saure und süße Speisen sollen an die bittere Zeit in Ägypten und an die schöne Zeit im neuen Land erinnern.

Freitag,

10. April

Karfreitag: An Karfreitag gedenken Christen steht des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz.

Sonntag,

12. April

Ostersonntag: An Ostern wird von den Christen die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Dem Neuen Testament zufolge besuchten am Morgen dieses Tages Frauen das Grab Jesu und sahen, dass es leer war. Ein Engel erschien ihnen und verkündete, dass Jesus lebt. In Deutschland feiert man Ostern gemeinsam in der Familie, Ostereier und Süßigkeiten werden für die Kinder versteckt und das Haus mit Zweigen und bunten Eiern geschmückt. Orthodoxe Christen feiern Ostern nach julianischem Kalender zwei Wochen später als Pas’cha-Fest. In Griechenland gibt es Prozessionen mit der Totenbahre Christi, man verschenkt Tsoureki, Hefezöpfe mit einem Osterei in der Mitte. 

Montag,

20. April

Ridván: Das Ridván-Fest feiern die Bahá’í zur Erinnerung an ihren Religionsstifter Bahāʾullāh. Dieser hatte im Garten Ridván am Ufer des Tigris in Bagdad verkündet, er sei der vom Báb verheißene Messias. Das Fest wird seit 1863 gefeiert und dauert zwölf Tage. Am letzten Tag wird aus der heiligen Schrift vorgelesen und gebetet.

Dienstag,

21. April

Shoah-Gedenktag: Jom haScho’a („Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum“) ist ein weltlicher Feiertag in Israel. Er erinnert an die Opfer der Shoah (Holocaust) einerseits und den jüdischen Widerstand andererseits.

Donnerstag,

23. April

Çocuk Bayramı: Çocuk Bayramı ist ein nationaler türkischer Feiertag. Der ursprüngliche Tag der ersten Nationalversammlung wurde ganz den Kindern als der Zukunft des Landes gewidmet. An diesem Tag tragen Kinder Kostüme oder Trachten, es gibt Umzüge durch die Straßen mit Musikkapellen, Tänzen, Theaterstücken und Kinderspielen.

Donnerstag, 

23. April -

Samstag, 23. Mai

Ramadan: Als Fastenmonat ist Ramadan ganz der vierten Säulen des Islam (neben dem Glaubensbekenntnis, den täglichen fünf Gebeten, dem Almosengeben und der Pilgerfahrt nach Mekka) gewidmet. Im Ramadan darf erst nach Sonnenuntergang gegessen und getrunken werden, dann gibt es ein gemeinsames Festmahl in der Familie oder mit der Nachbarschaft. Durch das Fasten sollen Muslime ihren Glauben festigen und die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft neu erfahren. Im Ramadan erhielt der Prophet in der Nacht der Bestimmung (arabisch Lailat al-Qadr, türkisch Kadir Gecesi) nach der Überlieferung auch den Koran. Gebete sollen in dieser Zeit eher in Erfüllung gehen.

 

 

 Termin  Fest

Sonntag,

1. März

Baba Marta: An Baba Marta feiern Bulgaren den Frühlingsanfang. Nach altem Brauch werden Verwandten und Freunden dabei sogenannte Marteniza geschenkt, Schmuck aus roter und weißer Wolle, der an die Kleidung gesteckt wird, um dem Träger Gesundheit und Reichtum zu verschaffen. Diese sollen so lange getragen werden, bis man einen Storch sieht. Da es heute aber nicht mehr so viele Störche gibt, versteckt man sie unter einem Stein - wenn Ameisen darauf kriechen, wird es ein gutes Jahr.

Sonntag,

8. März

Internationaler Frauentag: Der Internationale Frauentag soll an die Errungenschaften zahlreicher Kämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frau erinnern und deutlich machen, dass dieses Ziel noch immer nicht erreicht ist. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Frauen an Universitäten zugelassen, seit 1919 dürfen sie in Deutschland wählen. Noch immer werden Frauen in vielen Bereichen und Regionen benachteiligt, in manchen Ländern gilt ihr Leben als minderwertig und sie haben mit Gewalt und Bevormundung zu kämpfen.

Montag- Sonntag,

9. - 15. März 

Woche der Brüderlichkeit: Seit 1952 dreht sich in der Woche der Brüderlichkeit alles um die christlich-jüdische Zusammenarbeit. Ein zentrales Thema ist jedes Jahr die Aufarbeitung der Judenverfolgung im Nationalsozialismus und das Zusammenleben von Christen und Juden in Europa. Hierzu gibt es viele Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Dienstag,

10. März

Purim: Purim ist ein fröhliches Frühlingsfest, das an die Rettung der Juden in der persischen Diaspora erinnert. Der Überlieferung zufolge hatte ein Minister des persischen Königs beschlossen, alle Juden im ganzen Reich an einem einzigen Tag töten zu lassen. Nur durch den Einspruch der jüdischen Frau des Königs wurden sie verschont. An Purim finden bunte Umzüge statt, man spendet für die Armen und isst Haman-Taschen („Hamans Ohren“), dreieckige Mohnkuchen, die an den Bösewicht erinnern sollen.

Dienstag,

10.März

Holi: Holi ist ein ausgelassenes, mehrtägiges indisches Frühlings- und Farbenfest, eine Feier des Siegs der Liebe über den Zorn, des Frühlings über den Winter. Es erinnert an die Geschichte der dämonischen Prinzessin Holika, deren Bruder Prinz Prahlada sich weigerte, den König als Gott zu ehren, da dies nur Vishnu selbst gebühre. In seinem Zorn versuchte der König ihn zu töten – doch ohne Erfolg. So ließ er ihn schließlich von Holika – selbst durch ihre magischen Kräfte vor dem Feuer geschützt - auf einen Scheiterhaufen zwingen, auf dass er in den Flammen sterbe. Doch durch Vishnus Eingreifen blieb Prahlada unversehrt und statt seiner verbrannte Holika.

Dienstag,

17. März

St. Patrick's Day: Zu Ehren des Schutzheiligen Irlands wird an dessen Todestag jährlich der St. Patrick's Day gefeiert. Der Überlieferung zufolge entkam dieser in seiner Jugend der Sklaverei und wurde daraufhin christlicher Missionar. Als er mithilfe eines dreiblättrigen Kleeblatts dem irischen König die christliche Vorstellung der Dreifaltigkeit Gottes nahebringen konnte, gab dieser seine Erlaubnis zur Verbreitung des Christentums im Land. Heute gibt es auch über Irland hinaus an diesem Tag viele in die Farbe Grün getauchte Straßenfeste und Paraden. Das Kleeblatt als Wahrzeichen für Irland spielt dabei eine prominente Rolle.

Freitag,

20. März

Nowruz: Am 20. März feiern Schiiten und Bahá’í das Neujahrsfest und den Frühlingsanfang. Für die Bahá’í wird an diesem Tag zugleich auch das Ende der 19-tägigen Fastenzeit gefeiert. Auch die Aleviten feiern an diesem Tag den Beginn des Frühlings. Sie gedenken allerdings vor allem der Geburt des Heiligen Ali, der um 600 nach Christus in Mekka geboren wurde. Am Dienstagabend vor Nowruz wird ein Feuer entzündet und gemeinsam getanzt.

Sonntag,

22. März

Nacht der Himmelsreise: Die Nacht der Miʿrādsch ist eine der fünf heiligen Nächte im Islam. In dieser Nacht feiern Muslime die Himmelsreise des Propheten, die mit seiner Reise von Mekka nach Jerusalem begann. Der Überlieferung zufolge traf Mohammed in Jerusalem auf Abraham, Moses und Jesus, und betete gemeinsam mit ihnen. Am Ort dieser Zusammenkunft steht heute der prächtige Felsendom. Im Anschluss hieran stieg der Prophet bis in den siebten Himmel auf, um Gott von Angesicht zu Angesicht zu schauen.

 

 

 Termin  Fest

Freitag,

14. Februar

Valentinstag: Der Heilige Valentin von Terni soll trotz Verbots römische Legionäre und Christinnen getraut und dabei den Liebenden einen Blumenstrauß geschenkt haben, auf dass ihre Ehe unter einem guten Stern stehe. Während man sich in Deutschland zum Valentinstag Blumen schenkt, verabreden sich die Liebenden in Italien auf einer Brücke, an der sie als Zeichen ihrer ewigen Liebe ein Schloss mit ihren Initialen anhängen.

Montag,

24. Februar

Rosenmontag: An Rosenmontag wird der Höhepunkt der Karnevalszeit gefeiert. In vielen katholischen Gemeinden wird der Karneval mit einem Umzug, geschmückten Wagen, Verkleidungen und Blaskapellen gefeiert. Bereits im Mittelalter gab es schon Karnevalsfeierlichkeiten. Der organisierte Karneval entstand in Deutschland jedoch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Köln. Das Wort Karneval ist abgeleitet vom lateinischen carne vale, was so viel bedeutet wie "Fleisch leb wohl", da in der  anschließenden sechswöchigen Fastenzeit auf Fleisch verzichtet werden soll. 

Mittwoch,

26. Februar 

Aschermittwoch: Mit dem Ende der Fastnacht beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Der Bibel zufolge fastete Jesus 40 Tage lang in der Wüste und widerstand dabei allen Versuchungen des Teufels. Diesem Vorbild folgend sollen Christen in der Fastenzeit auf Fleisch, Genussmittel und Luxus verzichten. In der Westkirche wird die Fastenzeit am
Aschermittwoch mit einem Gottesdienst begonnen, bei dem den Gläubigen aus der
Asche verbrannter Palmzweige ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet wird. Es soll sie daran erinnern, dass auch sie irgendwann zu Staub werden.

 

→ Tipp: Interkulturellen Kalender hier als pdf herunterladen: Interkultureller Kalender 2020 (© Ramesch - Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.) 

 

 Termin  Fest
Mittwoch, 01. Januar Neujahr:  Der Neujahrstag wird je nach Kultur und Religion an unterschiedlichen Tagen begangen. Orthodoxe Christen feiern am 14. Januar Vasilica, in Vietnam feiert man nach dem Mondkalender das Fest des Ersten Morgens (Tết), und Juden feiern das neue Jahr im Herbst mit dem Weltschöpfungstag Rosch ha-Schana. In vielen islamischen Ländern (z.B. bei den Schiiten) und bei den Bahá’i beginnt das Jahr mit Nowruz, das zur Tagundnachtgleiche im Frühling gefeiert wird. In Deutschland ist der Neujahrstag am 1. Januar traditionell ein Tag der guten Vorsätze.
Sonntag, 05. Januar Befana: In Italien fliegt nach einer alten Legende in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar die Hexe Befana umher und verteilt Geschenke an die Kinder. Auf der Suche nach dem Stern von Betlehem fliegt sie jedes Jahr von Haus zu Haus und steigt durch den Kamin, um den Kindern Geschenke zu bringen, in der Hoffnung, dass eines von ihnen vielleicht das Jesuskind ist. Die Kinder hängen für die Hexe ihre Strümpfe an den Kamin oder stellen ihre Schuhe vor die Tür.
Montag, 06. Januar Hl. 3. Könige, Epiphanias:  Am Fest der Heiligen Drei Könige gedenken Christen der drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar, die dem Stern über Betlehem folgten, um dem neugeborenen Jesus Geschenke zu bringen. Ministranten ziehen als Sternsinger gekleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Bedürftige. Mit Kreide schreiben sie die Jahreszahl sowie die Buchstaben C, M und B für den Segen Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus – an die Haustür.
Dienstag, 07. Januar Rozhdestvo Khristovo: Die russisch-orthodoxe und die serbisch-orthodoxe Kirche feiern das Weihnachtsfest nach altem julianischen Kalender am 6. und 7. Januar, also 13 Tage nach den übrigen Christen. An diesem Tag findet ein bis zu sechsstündiger Weihnachtsgottesdienst statt. Mit dem Weihnachtsfestessen schließt auch die traditionelle 40-tägige Fastenzeit ab, mit der die Gläubigen ihre Körper reinigen, um die Menschwerdung Christi feiern zu können.
Dienstag, 14. Januar Vasilica: russisches Neujahrsfest, wird auch von Roma gefeiert
Dienstag, 14. Januar bis Freitag, 17. Januar Pongal: Pongal ist ein mehrtägiges tamilisch-hinduistisches Erntedankfest zu Ehren der Sonnengöttin. Als Dank für die Zuckerrohrernte wird das traditionelle rituelle Gericht Pongal gekocht und gemeinsam verspeist. Man besucht den Tempel zum Gebet, trifft Freunde und Familie und beschenkt sich gegenseitig.
Mittwoch, 15. Januar Makar Sankranti: An Makar Sankranti feiern Hindus die Wintersonnenwende, das Ende des Winters. Viele Gläubige pilgern an diesem Tag zum Ganges, um zu beten und zu einer festgelegten Minute in das heilige Wasser einzutauchen. Alter Streit und Feindschaften sollen zu diesem Fest beigelegt werden.
Sonntag, 19. Januar Kreschenie/Theophanie: Am 19. Januar feiert die orthodoxe Kirche das Fest der Erscheinung Gottes und der Taufe Christi im Jordan, durch die die Schöpfung eine göttliche Weihe erfahren hat. Nach alter Tradition werden in Russland Löcher in Form eines Kreuzes in das Eis von Flüssen gehauen. Viele Gläubige tauchen in das eiskalte Wasser ein, um sich von den eigenen Sünden frei zu waschen.
Samstag, 25. Januar Tết-Fest: Tết Nguyên Đán oder das Fest des ersten Morgens ist das vietnamesische Neujahrsfest und wird vom ersten bis zum dritten Tag des ersten Monats des chinesischen Mondkalenders gefeiert (zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar). Man besucht seine Familie, geht in den Tempel und feiert den Beginn des Frühlings.
Montag, 27. Januar Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Am 27. Januar 1945 wurden die Vernichtungslager in Auschwitz und Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Seit dem Jahr 2005 wird an diesem Tag in der ganzen Welt der Opfer der Shoah gedacht.