„PATCHWORK IN DER CITY - EIN TEPPICH DER VIELFALT“
Internationales & generationenübergreifendes Projekt von
und mit Annette Orlinski
Freitag, den 08. Juni 2018, 12.00 Uhr,
St. Johanner Markt | 66111 Saarbrücken

Das Projekt „Patchwork in der City – ein Teppich der Vielfalt“ der Künstlerin Annette Orlinski wird im Rahmen der Kampagne „PatchWorkCity. Zusammenleben in Vielfalt“ der Landeshauptstadt Saarbrücken veranstaltet. Für Ramesch e.V. ist es eine Freude, an diesem besonderen Projekt mitzuwirken.

Annette Orlinski arbeitet zwischen Februar und Mai mit allen interessierten Organisationen, Vereinen und Privatpersonen an einem überdimensionalen PatchWork-Teppich. Dieses Werk soll symbolisch für die Vielfalt der Stadt Saarbrücken stehen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen dabei zusammenzubringen. Neben den künstlerischen Aspekten bietet die Mitwirkung allen Beteiligten die Chance zur offenen Kommunikation zwischen Kulturen, Religionen und Generationen, die nachhaltig erhalten bleiben soll.

Schulprojekt

KULTUREN SCHLAGEN BRÜCKEN

In einer Welt der Vielfalt und zunehmenden Singularität spielt die Bindungskraft der Gesellschaft eine nicht unbedeutende Rolle für das friedliche Zusammenleben der Menschen. Daher gilt es, bereits den Blick von Schülern und Schülerinnen für die gesellschaftliche Vielfalt zu schärfen und Solidarität als wesentliches Merkmal in unserer Gesellschaft, in der Zuwanderung zur Normalität geworden ist, zu erfahren. So dient die Betrachtung anderer Lebenswirklichkeiten und die Entdeckung fremder Welten der Akzeptanz von Heterogenität und Gleichwertigkeit unterschiedlicher (Sub-) Kulturen. Ebenso gehört der bewusste Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen zur Basis interkulturellen Lernens in unserem Alltag.

„FASZINATION INDIEN –
EIN LAND VOLLER VIELFALT UND KONTRASTE“
Gymnasium am Schloss, Saarbrücken

In drei Achterklassen des Gymnasiums am Schloss in Saarbrücken steht der Vielvölkerstaat Indien mit seiner reichhaltigen Religions- und Kulturlandschaft sowie der Ökonomie in der Moderne im Zentrum interkulturellen Lernens. Angesichts der Fülle des Themas und der Vielzahl an Aspekten kann jedoch nur ein kurzer Überblick über das Land und exemplarisch jeweils ein Ausschnitt aus den gewählten Gebieten erfolgen.

Der erste Teil des Workshops richtet sich an die Musikklasse 8b und vermittelt das Thema klassischer Tanz und Religion im Vergleich zu Form und Inhalt des Bollywood Dance. Die Workshopleiterin stammt aus Südindien und wird den Schwerpunkt auf den Hinduismus legen. Andere wichtige Religionen wie Buddhismus, Jainaismus, Islamismus, Christentum etc. können nur gestreift werden. In Indien gehörten in der frühen Hochkultur Religion und Tanz zusammen, weshalb die Tänze hauptsächlich in den Tempeln aufgeführt wurden. Heute werden die klassischen Tänze im Wesentlichen außerhalb des Tempels gezeigt und nur von wenigen erlernt. Die SchülerInnen werden sich einen einfachen klassischen Tanz zu Ehren einer Göttin aneignen, bei dem auch die klassische Musik zum Tragen kommt. Über den Zusammenhang von Spiritualität, Bewegung und Musik werden sich die SchülerInnen eine neue Dimension erschließen und im Vergleich zum weltlichen Bollywood Dance den Unterschied zwischen Tradition und Moderne nachvollziehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebenswelt erfahren.

Vorwort

„VIELFALT, DIE SICH NICHT ZUR EINHEIT ORDNET, IST VERWIRRUNG.
EINHEIT, DIE SICH NICHT IN
VIELFALT GLIEDERT, IST TYRANNEI.“ (Blaise Pascal)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Vereins, Gesellschaften unterliegen einem stetigen Wandel. Nur wenn wir uns auf die Veränderungen einlassen, können sie zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Die Diversität bietet Potential zur individuellen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Vielfalt und Offenheit sind daher unerlässliche Säulen einer lebendigen Gemeinschaft. Verschließt man sich dieser immensen progressiven Gestaltungskraft, riskiert man den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Umgang mit der pluralen Gesellschaft berührt unser tägliches Leben; den Herausforderungen des „Anderen“ müssen wir uns heute mehr denn je stellen. Entfernungen zwischen Ländern und Kontinenten schwinden durch erhöhte Mobilität und neue Kommunikationsformen. Tagtäglich treffen wir Menschen unterschiedlichster Kulturen, hören fremde Sprachen, kaufen fremdartige Früchte im Supermarkt und können eine Vielfalt an religiösen Ausdrucksformen beobachten.

Auftaktveranstaltung
„GESELLSCHAFTLICHE VIELFALT: CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN“
Freitag, 28. April 2017, 17.00 Uhr | IHK Saarland
Franz-Josef-Röder-Straße 9, 66119 Saarbrücken Der Eintritt ist frei

Migration als politische und soziale Bewegung ist kein neues Phänomen. Allerdings stellen die jüngsten Wanderungsbewegungen Deutschland und Europa vor neue Herausforderungen, was insbesondere am Aufstieg rechtspopulistischer und rechts- konservativer Parteien in Europa zu beobachten ist. Diese Tendenzen zeigen auch, dass einige Bevölkerungsteile sich bedroht und missverstanden fühlen. Sie lehnen das Fremde ab und halten es verantwortlich für gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Deshalb wollen wir die Frage nach Entstehung und Erfolg von Populismus stellen. Weiter wollen wir über einen offenen Diskurs die gesellschaftliche Vielfalt verstärkt in die öffentliche Debatte einbringen. So werden einerseits Hintergründe für den Rechtsruck thematisiert und andererseits die Potentiale, die der Vielfalt bereits innewohnen, hervorgehoben.

Unternehmen sehen bereits das ökonomische Potential der Vielfalt: Der Diversity Ansatz bezeugt Offenheit für die unterschiedlichsten Menschen und Talente. Die Vielfalt wird aktiv gefördert, sodass eine offene Organisationskultur geschaffen wird. Das Unternehmen wird so für Mitarbeiter attraktiver und kann in einem globalisierten Arbeitsumfeld flexibel reagieren. Die Mitarbeiter fühlen sich in ihren individuellen Eigenschaften wertgeschätzt und sind motiviert, wovon letztlich alle profitieren.

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