Ramesch e.V. präsentiert 

Idil Nuna Baydar aka Jilet Ayse

und ihr Kabarettprogramm "Ghettolektuell"

am 22.11. um 20 Uhr im Saarbrücker Schlosskeller.

 

 

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Gesprächsrunde
„GESELLSCHAFTLICHE VIELFALT IN DEN MEDIEN“
Donnerstag, der 26. Oktober 2017, 18:00 Uhr,
Stiftung Demokratie Saarland,
Europaallee 18, 66113 Saarbrücken

Unser aller Denken ist nicht vor Stereotypen und Vorurteilen gefeit. Gerade im Zuge der sprunghaft angestiegenen Zuwanderung seit dem Jahr 2015 wurde dies wieder deutlich. Viel wurde und wird noch über Geflüchtete, Asylbewerber und Einwanderung berichtet. Die Thematik ist allgegenwärtig, die Sichtweise nicht immer neutral und objektiv. Erschreckend aber ist ein Phänomen, das vor allem im Internet in Erscheinung tritt, die sogenannte „hate speech“: In Foren und sozialen Netzwerken bahnten sich in dieser so empfundenen Krisensituation Vorurteile unermüdlich ihren Weg. Der Ton wurde rauer, die Sprache roher. Die scheinbare Unangreifbarkeit, die das anonyme Internet verspricht, verleitete einige Menschen sogar zu Gewaltandrohungen, im schlimmsten Fall zu Mordaufrufen.

 

Die mediale Darstellung von Migration und Migranten spielt im Hinblick auf den öffentlichen Diskurs eine zentrale Rolle. Denn durch ihre Berichterstattung prägen die Medien die öffentliche Meinung und liefern Fakten und Argumente für unterschiedliche Positionen. Daher ist die Frage unerlässlich, inwiefern die Medien tatsächlich der Abbildung von Wirklichkeit gerecht werden. Da oft genug Unterhaltungskriterien in die Berichterstattung einfließen, kann durchaus ein verzerrtes Bild entstehen. Seit dem Spätsommer 2015 sind sogar Journalisten in ihrer Deutungshoheit zum Teil starker Kritik ausgesetzt. Während die einen bemängeln, dass Probleme im Zusammenhang mit Geflüchteten und Migranten totgeschwiegen werden, wehrt sich die andere Seite gegen den Transport von Vorurteilen durch die Medien.

Aus diesem Grunde wollen wir die Berichterstattung genauer unter die Lupe nehmen. Wie vielfältig und umfassend ist die Berichterstattung in den Medien? Werden die angesprochenen Themen ausgewogen dargestellt? Was steckt hinter den genannten Vorwürfen? Welche Rolle spielen Medien hinsichtlich der Verbreitung von Vorurteilen? Sind Menschen mit Migrationshintergrund überhaupt in den Redaktionen vertreten? Oder schreiben Vertreter der Mehrheitsgesellschaft über Minderheiten, ohne Zugang zu diesen zu haben?

Wir laden Sie herzlich ein, bei dieser spannenden Diskussionsrunde mitzumachen und freuen uns auf einen erkenntnisreichen Abend und anregende Beiträge.

 

DISKUSSIONSTEILNEHMER:

• Herr Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung

• Herr Norbert Klein, Chefredakteur des Saarländischen Rundfunks (angefragt)

• Frau Ulli Wagner, Vorsitzende des Saarländischen Journalistenverbandes,

• Herr Christopher Langenbrink, Journalist beim Luxemburger Wort

• Frau Dr. Elena Kreutzer, Diplom-Kulturwissenschaftlerin, promovierte zum Thema

„Migration in den Medien. Eine vergleichende Studie zur europäischen Grenzregion

SaarLorLux.“ (Universität des Saarlandes / Universität Luxemburg)

 

Kooperationspartner: Stiftung Demokratie Saarland