🌈 Im Rahmen von Interkulturellen Wochen laden Ramesch e.V. und Mike Mathes ein zur Kunsfriedensaktion:
Kunst verbindet - Tausend Augen 🌈
 
14.00 - 17 Uhr in der Bahnhofstraße,
Vor Karstadt Saarbrücken
Der Eintritt ist frei
Einfach mitmachen! Materialien werden zur Verfügung gestellt.
 

Ein freundlicher Blick. Ein motivierendes Wort. Eine kleine Hilfestellung beim Malen…

Das sind die ersten Dinge die einem auffallen, wenn man dem Künstler Mike Mathes bei seiner Zusammenarbeit mit den Passanten zuschaut. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden sich ein, um gemeinsam einen Beitrag zu leisten in einem Kunstprojekt, welches schon 2003 das Licht der Welt erblickte. Seit dem Beginn des Irakkrieges setzt sich der Künstler mit seiner Aktion „Tausend Augen“ für ein friedliches Miteinander in der Welt ein – ein Herzenswunsch welchen er Zeit seines Lebens fortsetzen möchte.

Das diese Art der Kunstaktion immer noch schnell begeistert merkt man direkt. Beim Erstellen eigener Motive oder dem Betrachten der Werke Anderer kommt man schnell ins Gespräch. Man fragt nach, erzählt, hört zu, man lacht. Die Kunst schafft in wenigen Augenblicken das, was im Alltag allzu oft nicht geschieht. Man nähert sich an und findet über das Gestalten einen Weg auch zueinander. So gab es in den kurzen drei Stunden der Kunstaktion viele Momente der Begegnungen und des Austausches die noch länger nachhallen werden.

Wir von Ramesch e.V. sind froh Mike Mathes als Kooperationspartner für den Auftakt der interkulturellen Woche 2018 der Landeshauptstadt Saarbrücken gewonnen zu haben. Die Mitarbeit und Akzeptanz der mitmachenden Teilnehmer bestärken uns in unserem Anliegen aktiv für eine friedliche und „gleichwürdige“ Gesellschaft einzutreten.

kunst verbindet
 
Über Ramesch e.V.:

Rameschs Jahresprogramm 2018 steht unter dem Titel: „ZusammenHalt: Aspekte in der Einwanderungsgesellschaft“. Kunst ist für uns nicht nur ein Ausdrucksmittel, sondern auch ein Weg, um Menschen gleich welcher Religion, Abstammung, politischen Meinung oder sexuellen Orientierung zusammenzubringen.

Der Verein Ramesch steht seit 1991 für ein aktives Füreinander und Miteinander in einer facettenreichen Gesellschaft. Wir fördern die Friedenserziehung durch Interkulturelle Begegnung und wirken Vorurteilen, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen. Der bewusste Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierung und Ausgrenzung gehört zur Basis interkulturellen Lernens in unserem Alltag. Der 1991 in einer Zeit fremdenfeindlicher Übergriffe gegründete Verein Ramesch e.V. vermittelt die Begegnung mit unterschiedlichen kulturellen Ausdrucksformen, z.B. in Schulen und Kindergärten. Damit geht die Erfahrung von gemeinsamen Werten einher, die sich zwar in unterschiedlichen Formen und Traditionen zeigen können, trotz aller Verschiedenheiten aber gemeinsame Wurzeln haben und uns allen als Grundlage des Zusammenlebens dienen. Dieses Wissen und diese Erfahrung stärken in unserer von Vielfalt geprägten Gesellschaft die interkulturelle Kompetenz und den notwendigen Zusammenhalt in einer Gemeinschaft.

Über Mike Mathes:

Mike Mathes studierte an der Kunsthochschule Städel in Frankfurt am Main. Seine Kunst war bereits früh politisch, was sich unter anderem im Engagement in der Aids-Hilfe und -Prävention niederschlug. In jüngster Zeit macht Mike Mathes insbesondere durch seine Friedensaktion Tausend Augen auf sich aufmerksam. Die Kunstaktion begann 2003 – mit dem Beginn des Irakkrieges – durch das Bemalen eines Fallschirmes der Bundeswehr. Die Vielzahl der farbenprächtigen Augen sollte ein Signal des Friedens senden – letztlich müssen sich alle Augen darauf richten, Frieden zu schaffen und zu bewahren. Der Künstler will daher unter dem mittlerweile geschützten Begriff Tausend Augen lebenslang an diesem ganz besonderen Kunstprojekt weiterarbeiten.

Wir sind sehr erfreut darüber, dass Mike Mathes gemeinsam mit Ramesch e.V. seine Erfolgsgeschichte weiterührt und im Rahmen der Kampagne „Zusammenleben in Vielfalt“ die Botschaft von Frieden und Vielfalt verbreitet.

Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen bei dieser Gelegenheit an der Aktion Tausend Augen teilzunehmen. Hierfür brauchen Sie nur Zeit und Lust für kreatives Gestalten. Die Materialien werden zur Verfügung gestellt.

Mehr Infos hier:
 
 

Rechte Christen in der Mitte der Gesellschaft?

Veranstaltungsbericht. Kooperation mit der SDS Stiftung Demokratie Saarland.
Vortrag von Dr. Liane Bednarz: „Rechte Christen in der Mitte der Gesellschaft?“
Mi. 10.10.2018, 19.00 – 21.00 Uhr

Es war ein spannender und informativer Abend mit Liane Bednarz in der Stiftung Demokratie Saarland – so viel stand nach dem zweistündigen Programm für alle Anwesenden fest. Gekonnt erläuterte die promovierte Juristin und Publizistin die vielschichtigen Entwicklungen und Strömungen innerhalb der rechts-konservativen Christen und ihre Verbindungen mit Gruppierungen wie PEGIDA und der AfD. Sie baute ihren Vortrag auf den umfangreichen Recherchen auf, welche auch in ihrem aktuellen Buch „Die Angstprediger – wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern“ Verwendung fanden.
Nach den Grußworten vom Präsidenten von Ramesch Hr. Mohamed Maiga folgte eine kurze Vorstellung der Referentin und ihrer Arbeit im Kontext der Forschung von Fr. PD Dr. Ulrike Stölting von der Universität des Saarlandes. Daran anknüpfend stieg Fr. Dr. Bednarz direkt in ihr Themenfeld ein.

43878988 1181174275353652 900351992805720064 nGegliedert war der Vortrag in drei große Blöcke. Begonnen wurde mit der Suche nach den historischen Wurzeln und der Frage: „Wie aus konservativer Frömmigkeit ein Denken in Feindbildern wurde?“. Daran anschließend wurden diese Feindbilder und die mit ihnen verknüpften Themen skizziert und die prominentesten Akteure dieser Denkrichtung benannt. Abschließend legte man das Augenmerk auf mögliche Gegenstrategien gegenüber den vorher gehörten Stereotypen und Feindbilder. Hier wurde neben der allgemeinen Grundhaltung, dem aktiven Diskutieren mit den Vertretern der rechts-konservativen Christen, auch mögliche argumentative Strategien für die Auseinandersetzung vermittelt.
Die abschließende Diskussion mit Fragen aus dem Publikum wurde von Frau Dr. Stölting moderiert. Die Fragen der Anwesenden deckten ein breites Spektrum ab – beginnend von Benennung und Abgrenzung eigener Standpunkte bis hin zu strukturellen Kritiken an Parteien wie der AfD, aber auch am System der Kirchen.

 



Hintergrund

PEGIDA-Bewegung und der Einzug der AfD in den Bundestag haben Stil und Inhalt der politischen Auseinandersetzung verändert: Statt um die sachliche Verhandlung von Interessen geht es zunehmend um den Ausschluss Anderer aus der gesellschaftlichen Teilhabe und der gemeinsamen Identität. Die politische Arena wird zum Kampfplatz, und viele fühlen sich ermutigt, diesen Kampf auch auf die Straßen zu tragen.

In ihrem Buch „Die Angstprediger – Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirche unterwandern“ macht sich Liane Bednarz auf eine Spurensuche dieser Verschiebungen im Raum der Kirchen und zeigt auf, wie die antimodernistischen, antiislamischen und antifeministischen Gedankenwelten der neuen Rechten hier auf einen fruchtbaren Boden fallen. Denn angesichts zunehmender Individualisierung, Pluralisierung und kleiner werdender kirchlicher Gemeinschaften fühlen sich viele Christen von Beschwörungen des Widerstands gegen einen vermeintlichen kulturellen Verfall angezogen. Bednarz zeigt die wichtigsten Strömungen und Akteure der neuen rechten Christen sowie die Schnittmengen zur rechten Blogger- und Politszene auf und stellt die Frage, wie wir insgesamt als Gesellschaft mit der Herausforderung der neuen Rechten umgehen. Die Veranstaltung wird moderiert von PD Dr. Ulrike Stölting vom Lehrstuhl für Katholische Theologie an der Universität Saarbrücken.

 

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Dr. Liane Bednarz ist Publizistin und promovierte Juristin mit dem Schwerpunkt Neue Rechte, Populismus und religiöse Bewegungen. Sie unterhält eine monatliche Kolumne bei Tagesspiegel Causa. Im Frühjahr 2018 erschien im Droemer-Verlag ihr neuestes Buch „Die Angstprediger – Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern“.

 

 Die Stiftung Demokratie hat den ganzen Vortag gefilmt hier:


Freitag. 16.11.2018, 20.00 – 22.00 Uhr

Saarbrücker Schlosskeller, Schloßstr. 1-15, 66119 Saarbrücken

Tickets an der Abendkasse: 15€ (Vorverkauf 12€ via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Am 16.11.2018 um 20 Uhr laden wir von Ramesch e.V. zum Kabarettabend mit Masud Akbarzadeh in den Schlosskeller ein. Er war nie weg - aber jetzt ist er zurück! Mit einem brandneuen Solo, dem er spontan den ausgesprochen subtilen Titel "Fucking Famous" gegeben hat. Auch wenn Viele es immer noch nicht wissen: Masud ist berühmt. In der Hoffnung, dass sich dies endlich mal rumspricht, hat er es bislang bei jedem einzelnen seiner Auftritte explizit erwähnt. Ein Hinweis, den er sich nun glücklicherweise sparen kann.

Masud PlakatDer junge Mann mit dem unaussprechlichen Nachnamen hat sogar eine Agentur ("...richtig krasse Bastarde!"). Und bezahlte Auftritte. Dennoch: Auch nach hunderten Live-Shows und ungezählten TVAuftritten, von denen er die meisten aus Bescheidenheitsgründen absolviert hat, bleibt der Single aus Berlin irgendwie mysteriös: Ein kleiner Junge im Körper eines erwachsenen, sexy Models...

Dem Vernehmen nach war Masud, der je nach Nachrichtenlage entweder persischer oder iranischer Herkunft zu sein behauptet, sogar mal Flüchtling. Jetzt ist er Comedian. Wobei er - Hand auf's Herz - die ganze Comedy-Scheiße nur macht, um Frauen kennenzulernen. Und weil er für alles andere einfach zu faul ist.

Auch wenn die Leute das immer von ihm erwarten und er sie nicht enttäuschen möchte: Masud ist kein Moslem, gehört zu denen, die im Restaurant Spaghetti bestellen und verabscheut Aufmerksamkeit auch in seinem Privatleben: "Hängt also nicht mit mir ab, Leute. Es ist crazy!" Was vordergründig wie eine Warnung klingt, ist in Wirklichkeit eine Einladung. Zu "Fucking Famous" - einem abenteuerlichen Ritt durch die Absurdität des Alltäglichen. Messerscharf beobachtet und brutal ehrlich.

Alles über Masud finden Sie auch unter masud-comedy.com, facebook.com/persianfreak, instagram.com/masudakbarzadeh und youtube.com/user/persianfreak/feed

Masud bei Nuhr im Ersten: https://www.youtube.com/watch?v=B9BhPoxp6Cg


Vorwort

"DER MENSCH FÜR SICH ALLEIN VERMAG GAR WENIG UND IST
EIN VERLASSENER ROBINSON: NUR IN DER GEMEINSCHAFT MIT
DEN ANDERN IST UND VERMAG ER VIEL." (Arthur Schopenhauer)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,

in den vergangenen Jahren erlebte Deutschland starke gesellschaftliche Umbrüche und politische Verwerfungen. Besonders der Aufstieg der AfD, die 2017 mit 12,6 % erstmals in den deutschen Bundestag einziehen konnte, demonstriert einen neuen Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft. Mit dem Aufstieg der AfD erfolgt eine Anknüpfung von völkisch-nationalistischem Gedankengut an die Mitte der Gesellschaft und rechtsextreme Tendenzen werden spürbar salonfähiger. Diese Entwicklungen führen zu Erosionen innerhalb der freiheitlichen, offenen und solidarischen Gesellschaft und werfen elementare Fragen über den sozialen Zusammenhalt auf.

Immer noch werden Geflüchtete für eine Politik der Abschottung instrumentalisiert, wodurch eine Atmosphäre des Gegeneinanders entsteht. Die Proteste in Cottbus stehen exemplarisch für die verschiedenen Lager innerhalb der Bevölkerung.

Diese und andere Auseinandersetzungen zeugen davon, dass noch immer viele Vorurteile gegenüber Menschen vorherrschen, die nicht den gängigen sozialen Normen entsprechen. Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung, Religion, politischer Meinung und Hautfarbe sind vor allem im Internet trauriger Alltag. Dieses Klima untergräbt den Solidaritätsgedanken, auf dem eine fortschrittliche Gesellschaft beruhen sollte. Daher halten wir es für unabdingbar, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in die öffentliche Debatte einzubringen und diesen zu stärken.

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