Der Arbeitskreis „Interreligiöser Dialog“ in Saarbrücken hat seine Ziele, Leitlinien und Strukturen in einem Grundsatzpapier neu gefasst. In einer Feierstunde am 19. März 2019 haben die im Arbeitskreis vertretenen Religionsgemeinschaften und ihre Kooperationspartner das Grundsatzpapier im Beisein von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz unterzeichnet und ihre Bereitschaft zum regelmäßigen Dialog öffentlich bekräftigt.

Den ausführlichen Zeitungsartikel darüber gibt es hier.

 

Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Saarbrücken" lud zum Friedensgebet ein

21. September 2010, Rathaus Saarbrücken

Am Anfang der Interkulturellen Wochen 2010 lud der „Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Saarbrücken“ am 21. September zum Friedensgebet „Frieden unter den Religionen“ in den Rathausfestsaal ein. Um 18.00 Uhr begann das Gebet, das von Juden, Christen, Muslimen, Aleviten und der Baha'i-Gemeinde gemeinsam gestaltet wurde. Dazu eingeladen waren neben zahlreichen Gästen natürlich auch die Mitglieder des Arbeitskreises. Zu ihnen gehören Vertreter(innen) der verschiedenen Religions-gemeinschaften, Ramesch e.V., die Stadtratsfraktionen, das Zuwanderungsbüro sowie die Landeshauptstadt Saarbrücken, die durch ihren Dezernenten für Migration vertreten war. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo Ambiente mit Sergio Parra und Stefan Röhm.

Unsere Netzwerkpartner im Rahmen von Schulen ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Federführend ist die Landeszentrale für politische Bildung Saarland:

 Foto Landeszentrale für politische Bildung Saarland

 

 

  

 Angebote:

1) Unterstützung der saarländischen Schulen auf ihrem Weg zu Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage.

2) Unterstützung der saarländischen Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage bei ihrer Vernetzungsarbeit. 

3) Organisation landesweiter Treffen aller saarländischen Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage mit Workshops und Vorträgen.

 Foto GEW Landesverband Saarland
                                                           GEW Landesverband Saarland
                                                           Saarbrücken
                                                           http://www.gew-saarland.de
 
 
 
 
Foto Adolf-Bender-Zentrum e.V.
                      Adolf-Bender-Zentrum e.V.
                      St. Wendel
                      http://www.adolf-bender.de
 
 
 
Foto LSVD Saar e. V.
                                                     LSVD Saar e. V.
                                                     Saarbrücken
                                                     http://saar.lsvd.de/lsvd-saar-ev-saarbruecken/

 
 
Foto Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V.
                                              Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V.
                                              Saarbrücken
                                              http://www.netzwerk-courage.de/saar
 
 
 
 
 
 

Ein Schulprojekt an der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel, Völklingen (Juni - Oktober 2018)

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Regionalverband Saarbrücken im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Das in drei Teile mit einem Umfang von jeweils 10 Stunden gegliederte Schulprojekt fand in der Zeit von Juni bis Oktober 2018 an der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel in Völklingen statt. Es wurde von Agatha Lallemand, Vorstandsmitglied von Ramesch - Forum für interkulturelle Begegnung e.V., konzipiert und geleitet. Die Umsetzung erfolgte durch die Workshopleiter Shilpa Valia-Wendland, Nouri Jaafar und Miguel Bejarano Bolivar. Ausgehend vom Art. 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verfolgten alle Workshops das Ziel, die sozio- und interkulturelle Offenheit der Schüler_innen zu fördern sowie das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit aller Menschen zu schärfen. So wurden Schlüsselqualifikationen zum Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung interaktiv vermittelt. Eine aktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Wertvorstellungen war dabei unabdingbar. Darüber hinaus bot das Projekt den Schüler_innen viel Raum für Kreativität und interkulturelle Offenheit.

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Den ersten Teil des Projektes bildete der Workshop "Zusammenhalt in einer Welt voller Vielfalt und Individualität". Dieser richtete sich an 18 Schüler_innen der 5. und 6. Klasse (FGTS) mit sehr unterschiedlicher Herkunft. Workshopleiter war der aus Syrien stammende Künstler Nouri Jaafar. Zur Umsetzung der Ziele lag der Schwerpunkt der Vermittlung auf der bildnerischen Gestaltung. Der kreativ-spielerische Ansatz umfasste interessante Themen wie "Der Name - ein Gemälde aus individuellen Schriftzeichen", "Der Garten als Metapher für Vielfalt" oder "Die Welt lacht". Am Ende entstanden farbenfrohe "Weltbilder", die deutlich die Verbundenheit der Kinder nicht nur untereinander, sondern mit den Kindern der ganzen Welt zeigten und an die Gleichheit der Menschen erinnerten. Das zum Workshop gestaltete Plakat spiegelt in leuchtenden Farben treffend unser Anliegen von Offenheit und Vielfalt in der Gemeinschaft wieder. Der Workshop wurde von den Kindern begeistert aufgenommen. Sie erwarteten den Workshopleiter jedes Mal voller Freude und Ungeduld mit den Worten "Der Künstler kommt".

ShilpaDer zweite Workshop mit dem Titel "Ob Mann, ob Frau, ob schwarz, ob weiß: Was macht uns gleich?" fand in zwei Achterklassen mit je 28 Schüler_innen statt. Die Stundenzahl umfasste für beide Klassen jeweils 5 Unterrichtsstunden. Den Workshop leitete Shilpa Valia-Wendland aus Indien. Ziel war es, das Verständnis der Schüler_innen für Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen zu wecken und zu stärken. Diskriminierungen und ihre Folgen zu erkennen sowie Benachteiligungen aufzudecken. Die Einbeziehung interaktiver Übungen in Anlehnung an Augusto Boals Theater der Unterdrückten erleichterte den Zugang zur theoretischen Ebene der Vermittlung. So konnten sich die Schüler_innen mühelos in die Problematik hineinversetzen und Lösungsansätze gegen Ungleichheit und Ausgrenzung finden. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Umgang mit Geschlechterdifferenzierung und Identität, auch im Vergleich mit einem so vielfältigen Land wie Indien. Den Abschluss des Workshops bildete die gebastelte Friedenskette als Symbol gegen Unterdrückung und Gewalt.

MiguelAus den zwei Achterklassen entstand für den letzten Workshop "Spot an: Ich gehöre auch dazu!" eine eigene Gruppe aus 14 Schüler_innen, die von dem Schauspieler und Tänzer Miguel Bejarano Bolivar aus Kolumbien geleitet wurde. Die Gruppe beschäftigte sich an zwei Vormittagen über das Medium Tanztheater mit den Inhalten des Art. 3 GG. Somit diente der Workshop der Weiterführung und Vertiefung der Arbeit zum Gesamtthema: "Gemeinsam sind wir stark! Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung". Mit den Elementen von Theatersport und Tanztheater erforschten die Schüler_innen kreativ die Bedeutung der Begriffe wie Stereotypen, Klischees, Vorurteile und Diskriminierung. So nahm die Körperarbeit einen breiten Raum ein, um die Schüler_innen für die Improvisationsarbeit vorzubereiten. Auch Stimmübungen gehörten zum Training. Am Ende wurden mit viel Spielfreude Szenen über Benachteiligungen im Alltag der Schüler_innen mit den Techniken des Fotoromans, des Werbespots und des Sketchs aufgeführt.

Das Projekt endete erfolgreich mit zwei festlichen Veranstaltungen mit vielseitigem Programm, das auch die besonderen Leistungen der Schüler_innen würdigte.

Unser Dank gilt allen Mitwirkenden; für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei Demokratie leben! und dem Regionalverband Saarbrücken, für die Umsetzung des Projekts bei den Workshopleitern, für die Mitarbeit bei der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel und bei den Schüler_innen für ihren großartigen Einsatz und ihr Engagement.

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 Datum: 21. März 2019

Ort: Sonnenhügelgesamtschule, Völklingen, Heinestr. 70, 66333 Völklingen

Am 21.März findet weltweit der Internationaler Tag gegen Rassismus als Gedenktag zur Erinnerung an das Massaker von Sharpeville ( Südafrika) 1960 statt. Mehr Infos hier.

In diesem Jahr stand ein Projekttag zu diesem Gedenktag gegen Rassismus für die ganze Sonnenhügelschule auf dem Programm mit zahlreichen Workshops und Mitmachaktionen. Es waren insgesamt 30 Vereine angemeldet, und Ramesch e.V. war eins davon. Nach Absprache mit der Sozialarbeiterin Frau Schaffner, die den Projekttag federführend organisierte, haben wir uns bereit erklärt mit der Klasse 6.3 ein Kunstprojekt zum Thema durchzuführen. Es wurden eine Holzwand von 2m x 2m und Malfarben zur Verfügung gestellt.

Erika Maizi hat das Märchen „Paradiesvogel“ von Roland Kübler (Lucy Körner Verlag) vorgelesen mit der Moral der Geschichte, dass wir alle Paradiesvögel sind, sprich „Wir sind alle bunt!“. Nach dem Vorlesen des Märchens, fand eine Gesprächsrunde statt. Danach haben die Kinder einen Weltenbaum auf die Holzwand gemalt, und während dieser trocknete hat jedes Kind ihren/seinen ganz persönlichen Paradiesvogel auf einem A5 - Blatt Papier gemalt. So dass sich jedes Kind erstmal ihren/seinen eigenen Paradiesvogel innerlich und auf dem Papier zum Ausdruck bringen konnte und zum familiarisieren mit Farben und Größe des eigenen Vogels. Dann haben jeweils 3, höchstens 4 Kinder, angefangen ihren Paradiesvogel auf die Holzwand zu malen. Das ist dabei entstanden:

verkleinert     baum verkleinert

 

Höhepunkt zum Projekttagsende war eine Menschenkette rund ums Schulgelände wo sich jede_r an der Hand nahm als Zeichen für Solidarität gegen Rassismus! Im Anschluss haben die Schüler_innen das gemeinsam einstudierte Lied: „Wir wollen Frieden“ gesungen.

Des weiteren fand parallel zu den Workshops ein Benefiz-Fußballturnier statt mit insgesamt 12 Mannschaften die jeweils für einen unterschiedlichen Verein spielten. Das Turnier war ein voller Erfolg und die Spendensumme von stolzen 1000 Euro konnte die Gewinnermannschaft dem Saarländischen Rockmusikerverband übergeben!

Wir danken ganz herzlich für die Organisation und erfolgreiche Durchführung dieses tollen Projekttages!