Schulprojekt "Unsere Vorfahren"
August bis November 2016
"Wer waren sie - woher kamen sie - was haben sie mitgebracht?"

Zwischen Willkommenskultur und Ablehnung der Flüchtlinge schwankend, gilt es gerade bei jungen Menschen Verunsicherung und Ängsten vor dem Neuen, dem Fremden, entgegenzutreten. Wenn sich die junge Generation vor Augen führen kann, woher der Urgroßvater oder die Urgroßmutter einmal kamen, auf welchen Migrationshintergrund der eigene Familienname hinweist oder dass gar die Wurzeln eines so berühmten deutschen Dichters wie Goethe bis in die Türkei reichen, dann wird vielleicht aus dem vermeintlich Bedrohlichen etwas Vertrautes.

So hat Ramesch ein Schulprojekt initiiert, das beinhaltet, dass Migration kein neues gegenwärtiges Phänomen ist, sondern von jeher mit der Geschichte Deutschlands verbunden war und immer noch ist. Von der Frage ausgehend "Wie deutsch sind wir eigentlich?", setzen sich Schüler/Innen der Gymnasien in Saarlouis und einer Saarlouiser Gemeinschaftsschule aus den Klassen 10 mit Zuwanderung von einst und heute auf eine sehr persönliche Weise auseinander. Sie begeben sich auf Spurensuche nach ihren Vorfahren und nach Hinweisen zu einem möglichen Migrationshintergrund der eigenen Familie, bauen eine tiefer gehende Beziehung mit dem vielleicht noch fremden Mitschüler bzw. der Mitschülerin auf oder forschen nach der Herkunft von Namen bekannter Persönlichkeiten.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit, die Antworten auf die Fragen nach Herkunft und Integration von Familienmitgliedern der Schüler/innen werden mit Sicherheit Überraschendes und Interessantes zu Tage fördern.

Die Präsentation des Projektes wird an den entsprechenden Schulen durchgeführt.