Schule ohne Rassismus

Das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" wir federführend von der Landeszentrale für politische Bildung Saarland betreut und ist online mit einem breiten Informationsangebot unter der Adresse Schule-ohne-Rassismus.saarland zu finden.   

Die wichtigsten Angebote des Netzwerks sind:

1) Die Unterstützung der saarländischen Schulen auf ihrem Weg zu Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage,

2) die Unterstützung der saarländischen Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage bei ihrer Vernetzungsarbeit, 

3) die Organisation landesweiter Treffen aller saarländischen Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage mit Workshops und Vorträgen.

 

Die Netzwerkpartner:

Adolf-Bender-Zentrum e.V.

St. Wendel

Homepage: adolf-bender.de

Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V.

Saarbrücken

Homepage: netzwerk-courage.de

Lesben- und Schwulenverband Saarland e.V.

Saarbrücken

Homepage: saar.lsv.de

Landesjugendring Saar e.V.

Saarbrücken

Homepage: landesjugendring-saar.de

Ramesch Forum für Interkulturelle Begegnung e.V.

Saarbrücken

Homepage: ramesch.org

 

 

 

 Datum: 21. März 2019

Ort: Sonnenhügelgesamtschule, Völklingen, Heinestr. 70, 66333 Völklingen

Am 21.März findet weltweit der Internationaler Tag gegen Rassismus als Gedenktag zur Erinnerung an das Massaker von Sharpeville ( Südafrika) 1960 statt. Mehr Infos hier.

In diesem Jahr stand ein Projekttag zu diesem Gedenktag gegen Rassismus für die ganze Sonnenhügelschule auf dem Programm mit zahlreichen Workshops und Mitmachaktionen. Es waren insgesamt 30 Vereine angemeldet, und Ramesch e.V. war eins davon. Nach Absprache mit der Sozialarbeiterin Frau Schaffner, die den Projekttag federführend organisierte, haben wir uns bereit erklärt mit der Klasse 6.3 ein Kunstprojekt zum Thema durchzuführen. Es wurden eine Holzwand von 2m x 2m und Malfarben zur Verfügung gestellt.

Erika Maizi hat das Märchen „Paradiesvogel“ von Roland Kübler (Lucy Körner Verlag) vorgelesen mit der Moral der Geschichte, dass wir alle Paradiesvögel sind, sprich „Wir sind alle bunt!“. Nach dem Vorlesen des Märchens, fand eine Gesprächsrunde statt. Danach haben die Kinder einen Weltenbaum auf die Holzwand gemalt, und während dieser trocknete hat jedes Kind ihren/seinen ganz persönlichen Paradiesvogel auf einem A5 - Blatt Papier gemalt. So dass sich jedes Kind erstmal ihren/seinen eigenen Paradiesvogel innerlich und auf dem Papier zum Ausdruck bringen konnte und zum familiarisieren mit Farben und Größe des eigenen Vogels. Dann haben jeweils 3, höchstens 4 Kinder, angefangen ihren Paradiesvogel auf die Holzwand zu malen. Das ist dabei entstanden:

verkleinertbaum verkleinert

 

Höhepunkt zum Projekttagsende war eine Menschenkette rund ums Schulgelände wo sich jede_r an der Hand nahm als Zeichen für Solidarität gegen Rassismus! Im Anschluss haben die Schüler_innen das gemeinsam einstudierte Lied: „Wir wollen Frieden“ gesungen.

Des weiteren fand parallel zu den Workshops ein Benefiz-Fußballturnier statt mit insgesamt 12 Mannschaften die jeweils für einen unterschiedlichen Verein spielten. Das Turnier war ein voller Erfolg und die Spendensumme von stolzen 1000 Euro konnte die Gewinnermannschaft dem Saarländischen Rockmusikerverband übergeben!

Wir danken ganz herzlich für die Organisation und erfolgreiche Durchführung dieses tollen Projekttages!

 

Ein Schulprojekt an der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel, Völklingen (Juni - Oktober 2018)

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Regionalverband Saarbrücken im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben!

Das in drei Teile mit einem Umfang von jeweils 10 Stunden gegliederte Schulprojekt fand in der Zeit von Juni bis Oktober 2018 an der Gemeinschaftsschule Sonnenhügel in Völklingen statt. Es wurde von Agatha Lallemand, Vorstandsmitglied von Ramesch - Forum für interkulturelle Begegnung e.V., konzipiert und geleitet. Die Umsetzung erfolgte durch die Workshopleiter Shilpa Valia-Wendland, Nouri Jaafar und Miguel Bejarano Bolivar. Ausgehend vom Art. 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verfolgten alle Workshops das Ziel, die sozio- und interkulturelle Offenheit der Schüler_innen zu fördern sowie das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit aller Menschen zu schärfen. So wurden Schlüsselqualifikationen zum Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung interaktiv vermittelt. Eine aktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Wertvorstellungen war dabei unabdingbar. Darüber hinaus bot das Projekt den Schüler_innen viel Raum für Kreativität und interkulturelle Offenheit.

Gemeinsam sind wir stark Workshop Vielfalt Individualitaet small

Den ersten Teil des Projektes bildete der Workshop "Zusammenhalt in einer Welt voller Vielfalt und Individualität". Dieser richtete sich an 18 Schüler_innen der 5. und 6. Klasse (FGTS) mit sehr unterschiedlicher Herkunft. Workshopleiter war der aus Syrien stammende Künstler Nouri Jaafar. Zur Umsetzung der Ziele lag der Schwerpunkt der Vermittlung auf der bildnerischen Gestaltung. Der kreativ-spielerische Ansatz umfasste interessante Themen wie "Der Name - ein Gemälde aus individuellen Schriftzeichen", "Der Garten als Metapher für Vielfalt" oder "Die Welt lacht". Am Ende entstanden farbenfrohe "Weltbilder", die deutlich die Verbundenheit der Kinder nicht nur untereinander, sondern mit den Kindern der ganzen Welt zeigten und an die Gleichheit der Menschen erinnerten. Das zum Workshop gestaltete Plakat spiegelt in leuchtenden Farben treffend unser Anliegen von Offenheit und Vielfalt in der Gemeinschaft wieder. Der Workshop wurde von den Kindern begeistert aufgenommen. Sie erwarteten den Workshopleiter jedes Mal voller Freude und Ungeduld mit den Worten "Der Künstler kommt".

ShilpaDer zweite Workshop mit dem Titel "Ob Mann, ob Frau, ob schwarz, ob weiß: Was macht uns gleich?" fand in zwei Achterklassen mit je 28 Schüler_innen statt. Die Stundenzahl umfasste für beide Klassen jeweils 5 Unterrichtsstunden. Den Workshop leitete Shilpa Valia-Wendland aus Indien. Ziel war es, das Verständnis der Schüler_innen für Gleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen zu wecken und zu stärken. Diskriminierungen und ihre Folgen zu erkennen sowie Benachteiligungen aufzudecken. Die Einbeziehung interaktiver Übungen in Anlehnung an Augusto Boals Theater der Unterdrückten erleichterte den Zugang zur theoretischen Ebene der Vermittlung. So konnten sich die Schüler_innen mühelos in die Problematik hineinversetzen und Lösungsansätze gegen Ungleichheit und Ausgrenzung finden. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Umgang mit Geschlechterdifferenzierung und Identität, auch im Vergleich mit einem so vielfältigen Land wie Indien. Den Abschluss des Workshops bildete die gebastelte Friedenskette als Symbol gegen Unterdrückung und Gewalt.

MiguelAus den zwei Achterklassen entstand für den letzten Workshop "Spot an: Ich gehöre auch dazu!" eine eigene Gruppe aus 14 Schüler_innen, die von dem Schauspieler und Tänzer Miguel Bejarano Bolivar aus Kolumbien geleitet wurde. Die Gruppe beschäftigte sich an zwei Vormittagen über das Medium Tanztheater mit den Inhalten des Art. 3 GG. Somit diente der Workshop der Weiterführung und Vertiefung der Arbeit zum Gesamtthema: "Gemeinsam sind wir stark! Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung". Mit den Elementen von Theatersport und Tanztheater erforschten die Schüler_innen kreativ die Bedeutung der Begriffe wie Stereotypen, Klischees, Vorurteile und Diskriminierung. So nahm die Körperarbeit einen breiten Raum ein, um die Schüler_innen für die Improvisationsarbeit vorzubereiten. Auch Stimmübungen gehörten zum Training. Am Ende wurden mit viel Spielfreude Szenen über Benachteiligungen im Alltag der Schüler_innen mit den Techniken des Fotoromans, des Werbespots und des Sketchs aufgeführt.

Das Projekt endete erfolgreich mit zwei festlichen Veranstaltungen mit vielseitigem Programm, das auch die besonderen Leistungen der Schüler_innen würdigte.

Unser Dank gilt allen Mitwirkenden; für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei Demokratie leben! und dem Regionalverband Saarbrücken, für die Umsetzung des Projekts bei den Workshopleitern, für die Mitarbeit bei der FGTS und Gemeinschaftsschule Sonnenhügel und bei den Schüler_innen für ihren großartigen Einsatz und ihr Engagement.

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VIELFALT LERNEN – DIE WELT TRIFFT SICH IN DER FGTS ALTENWALD
Ganzjähriges Projekt

Interkulturelle Kompetenzen sind in unserer heutigen Welt unerlässlich; denn täglich treffen wir Menschen, die aus anderen Ländern und Kulturkreisen stammen. Wenn man nichts über das „Fremde“ weiß, kann es zunächst angsteinflößend sein. Angst wiederum ist ein schlechter Berater und verhindert das gegenseitige Kennenlernen.

Je früher Kinder mit anderen Kulturen in Berührung kommen, desto stärker ist ihre Fähigkeit zu interkulturellem Verstehen im Erwachsenenalter. „Vielfalt lernen“ vermittelt daher den Kindern der FGTS Altenwald spielerisch Wissen über andere Kulturen. Zudem lernen sie, das „Andere“ zu tolerieren und zu achten.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden unsere Workshopleiter, die selbst aus ganz unter- schiedlichen Kulturen stammen, mit den Kindern Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen herausarbeiten. In die Arbeit werden auch Eltern und Erzieher eingebunden.

Da die Projektleiter jeweils eine andere Kultur repräsentieren, erleben die Kinder durch sie ganz authentisch andere, fremde Kulturen. Für interkulturelles Lernen ist genau das entscheidend. Denn positive Erfahrungen mit dem „Fremden“ können Vorurteilen entgegenwirken.

„Vielfalt lernen“ wird Kinder, Eltern und Lehrer auf eine gemeinsame Reise zu (noch) fremden Kulturen schicken.

Kooperationspartner: Demokratie Leben!, FGTS Altenwald

Durchführung: 2017

 

Schulprojekt

KULTUREN SCHLAGEN BRÜCKEN

In einer Welt der Vielfalt und zunehmenden Singularität spielt die Bindungskraft der Gesellschaft eine nicht unbedeutende Rolle für das friedliche Zusammenleben der Menschen. Daher gilt es, bereits den Blick von Schülern und Schülerinnen für die gesellschaftliche Vielfalt zu schärfen und Solidarität als wesentliches Merkmal in unserer Gesellschaft, in der Zuwanderung zur Normalität geworden ist, zu erfahren. So dient die Betrachtung anderer Lebenswirklichkeiten und die Entdeckung fremder Welten der Akzeptanz von Heterogenität und Gleichwertigkeit unterschiedlicher (Sub-) Kulturen. Ebenso gehört der bewusste Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen zur Basis interkulturellen Lernens in unserem Alltag.

In unserem Schulprojekt werden interkulturelle Kompetenzen erworben, die den Schülern und Schülerinnen notwendiges Wissen für unsere heutige Gesellschaft vermitteln und dazu dienen den Zusammenhalt in einer Gemeinschaft zu stärken.

 

„FASZINATION INDIEN –
EIN LAND VOLLER VIELFALT UND KONTRASTE“
Gymnasium am Schloss, Saarbrücken

In drei Achterklassen des Gymnasiums am Schloss in Saarbrücken steht der Vielvölkerstaat Indien mit seiner reichhaltigen Religions- und Kulturlandschaft sowie der Ökonomie in der Moderne im Zentrum interkulturellen Lernens. Angesichts der Fülle des Themas und der Vielzahl an Aspekten kann jedoch nur ein kurzer Überblick über das Land und exemplarisch jeweils ein Ausschnitt aus den gewählten Gebieten erfolgen.

Der erste Teil des Workshops richtet sich an die Musikklasse 8b und vermittelt das Thema klassischer Tanz und Religion im Vergleich zu Form und Inhalt des Bollywood Dance. Die Workshopleiterin stammt aus Südindien und wird den Schwerpunkt auf den Hinduismus legen. Andere wichtige Religionen wie Buddhismus, Jainaismus, Islamismus, Christentum etc. können nur gestreift werden. In Indien gehörten in der frühen Hochkultur Religion und Tanz zusammen, weshalb die Tänze hauptsächlich in den Tempeln aufgeführt wurden. Heute werden die klassischen Tänze im Wesentlichen außerhalb des Tempels gezeigt und nur von wenigen erlernt. Die SchülerInnen werden sich einen einfachen klassischen Tanz zu Ehren einer Göttin aneignen, bei dem auch die klassische Musik zum Tragen kommt. Über den Zusammenhang von Spiritualität, Bewegung und Musik werden sich die SchülerInnen eine neue Dimension erschließen und im Vergleich zum weltlichen Bollywood Dance den Unterschied zwischen Tradition und Moderne nachvollziehen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Lebenswelt erfahren. 

Das Projekt „Citoyenneté – BürgerIn sein“

Das Projekt Citoyenneté“ entstand im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz Fördern – Kompetenz stärken“ und der Einbürgerungskampagne der Landeshauptstadt Saarbrücken und wurde von Ramesch – Forum für Interkulturelle Begegnung e.V. durchgeführt.

Ziel des Projektes ist es Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren anzuregen, sich mit dem Thema „Deutsche Staatsangehörigkeit“ auseinanderzusetzen und folgende Fragen zu stellen:

Bin ich Teil dieser Gesellschaft und wenn ja, wie äußert sich dies?

  • Beeinflussen das Land und die Stadt, die ich bewohne, meine Identität?
  • Kann ich mich in diese Gesellschaft einbringen, sie verändern? Und wenn ja, wie?
  • Was bedeutet es für mich BürgerIn, „citoyenn(e)“, dieser Stadt zu sein?
  • Was bedeuten Deutschsein und die deutsche Staatsbürgerschaft für die Mitglieder einer pluralen Gesellschaft in einer globalisierten Welt?

Schulprojekt "Unsere Vorfahren"
August bis November 2016
"Wer waren sie - woher kamen sie - was haben sie mitgebracht?"

Zwischen Willkommenskultur und Ablehnung der Flüchtlinge schwankend, gilt es gerade bei jungen Menschen Verunsicherung und Ängsten vor dem Neuen, dem Fremden, entgegenzutreten. Wenn sich die junge Generation vor Augen führen kann, woher der Urgroßvater oder die Urgroßmutter einmal kamen, auf welchen Migrationshintergrund der eigene Familienname hinweist oder dass gar die Wurzeln eines so berühmten deutschen Dichters wie Goethe bis in die Türkei reichen, dann wird vielleicht aus dem vermeintlich Bedrohlichen etwas Vertrautes.

So hat Ramesch ein Schulprojekt initiiert, das beinhaltet, dass Migration kein neues gegenwärtiges Phänomen ist, sondern von jeher mit der Geschichte Deutschlands verbunden war und immer noch ist. Von der Frage ausgehend "Wie deutsch sind wir eigentlich?", setzen sich Schüler/Innen der Gymnasien in Saarlouis und einer Saarlouiser Gemeinschaftsschule aus den Klassen 10 mit Zuwanderung von einst und heute auf eine sehr persönliche Weise auseinander. Sie begeben sich auf Spurensuche nach ihren Vorfahren und nach Hinweisen zu einem möglichen Migrationshintergrund der eigenen Familie, bauen eine tiefer gehende Beziehung mit dem vielleicht noch fremden Mitschüler bzw. der Mitschülerin auf oder forschen nach der Herkunft von Namen bekannter Persönlichkeiten.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit, die Antworten auf die Fragen nach Herkunft und Integration von Familienmitgliedern der Schüler/innen werden mit Sicherheit Überraschendes und Interessantes zu Tage fördern.

Die Präsentation des Projektes wird an den entsprechenden Schulen durchgeführt.